Meisterhaft und mit Schneid

BUCHS ⋅ Der Musikverein Buchs-Räfis und das Orchester des Jugendmusiklagers haben am ersten Adventsonntag mit ihrem Konzert das Publikum restlos begeistert.
06. Dezember 2017, 05:22
Heidy Beyeler

Heidy Beyeler

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Auch wenn das Adventskonzert des Musikvereins Buchs-Räfis alle Jahre in der evangelischen Kirche Buchs stattfindet und alle drei Jahre das Orchester des Jugendmusiklagers mit dabei ist, erleben die Gäste jedes Jahr eine Überraschung darüber, was die Musikanten während des Jahres einstudiert haben. Und wer jährlich dieses Konzert besucht, wird erkennen, dass die beiden Formationen Jahr für Jahr an Niveau gewinnen. Es liegt im Bestreben der Dirigenten Roland Wohlwend (Jugendmusiklager) und Christian Mathis (Musikverein Buchs-Räfis) gemeinsam mit ihren Nachwuchsdirigenten, die Musiker jeden Alters herauszufordern. Heuer war der Ehrgeiz sowohl von den Dirigenten wie auch von den Musikanten besonders gut hörbar. Sie haben das hochgesteckte Programm mit grosser Bravour vorgetragen. Den Anfang zum Konzert machten die Musiker aus dem Jugendmusik-Lager unter der Leitung der Jungdirigentin Andrea Vogel (Jungmusik Sennwald) mit dem Stück «Come on» – zu Deutsch: komm schon. «Follow me», eine Komposition des Schweizers Christoph Walter wurde mit einem Klarinetten-Solo von Tabea Wachter (Musikverein Buchs-Räfis) angereichert und gewann besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Beitrag von Suspicious Minds von Elvis Presley kamen die jugendlichen Orchestermusiker so richtig in Schwung, bevor sie mit «You raise me up» wieder auf Sanftigkeit einstellen mussten – auf ein leichtes, musisches und tänzerisches Stück, interpretiert vom Jungendmusik-Lagerorchester. Unter der Leitung von Micha Wachter (Jungdirigent beim Musikverein Buchs-Räfis), führten sie das aufmerksame Publikum in eine Hülle der Anmut.

Die Aufmerksamkeit des zweiten Konzertteils gehörte dem Musikverein Buchs-Räfis. Wie im ersten Teil machte hier ein Nachwuchsdirigent – in diesem Fall Micha Wachter – den Auftakt mit der Toccata. Ein Vorspiel zur Oper «Orfeo» von Claudio Monteverdi. Eine tragische Liebesgeschichte. Durch das weitere Programm führte Hildegard Fässler mit hilfreichen Hintergrundinformationen fürs Publikum.

Hintergrundinformationen von Hildegard Fässler

Bei der Ansage zum Beitrag Choral Variationen und Fuge, geschrieben vom St. Galler Komponisten Paul Huber, kam Hildegard Fässer ins Schwärmen. Das folgende Stück sei in ganz Europa bekannt und werde auch gerne gespielt. Die bedächtige und harmonische Musik verlieh dem Publikum das Gefühl von Zufriedenheiten und Wohlgefälligkeit. Es war eine friedliche Einstimmung zu den nachfolgenden Werken, die vom Musikverein Buchs-Räfis vorgetragen wurden.Die «New Baroque Suite» begann mit einer klassischen Ouvertüre, die mutig zu jazzigen Passagen überleitetet, und schliesslich in einer Fuge mit einem pathetischen Schluss endete, wie Fässler ankündigte. Den Musikerinnen und Musikern quasi auf den Laib geschriebenes Arrangement schien die Bohemian Rhapsody. «Das ist der erste grosse Hit von der britischen Rockband Queen mit dem charismatischen Sänger mit der unverwechselbaren Stimme von Freddie Mercury», kommentierte Fässler. Es war eines der Goldstücke an diesem Konzertabend.

Alles in allem waren die beiden Dirigenten Christian Mathis und Roland Wohlwend sehr zufrieden mit den Glanzleistungen ihrer Musiker. Mit bescheidenem Stolz freuten sie sich über den Einsatz und die Leistung vonseiten der Musiker zu diesem stimmigen, erfolgsgekrönten Adventskonzert.


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