Energie – der Weg ist geebnet

REGION ⋅ Die Optimierung von Energieanlagen für kleine und mittelgrosse Unternehmen sowie für Private führt zu Energieeffizienz. Hybrid-Batterien ermöglichen eine autarke Notstromversorgung.
02. Dezember 2017, 09:07
Heidy Beyeler

Heidy Beyeler

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Die Region Sarganserland-Werdenberg lud gemeinsam mit der Energieagentur St. Gallen diese Woche zu einem Informationsaustausch zum Thema Energie-Förderprogramme für KMU ein. Gastrecht dazu bot die Lippuner Energie- und Metallbautechnik AG. Im Mittelpunkt stand die Optimierung von bestehenden und künftigen Anlagen, mit dem Ziel, den Energieverbrauch um 20 Prozent oder mehr zu reduzieren.

Der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner begrüsste die Gäste und erinnerte mit Stolz an den Grabser Energielehrpfad. «Mit dem Vorleben wollen wir die Bevölkerung und Betriebe in der Region mit auf den Weg zur nachhaltigen Entwicklung mitnehmen.» Eine Umsetzung der Ziele auf Stufe der öffentlichen Hand reiche allerdings nicht aus, um unserer nächsten Generation intakte Ressourcen zu gewähren.

Es geht um Energie, und es geht um Geld

Anhand von bereits ausgeführten grossen und kleineren Anlagen präsentierte Martin Sulser die Dienstleistungen der Lippuner EMT im Bereich von zum Teil sehr grossen neuen beziehungsweise zu ersetzenden Grossanlagen (Lüftungen, Klima, Kälte, Heizung). Reto Keller, ebenfalls Lippuner EMT, zeigte auf, wie der Energieverbrauch mit teilweise wenigen Optimierungsmassnahmen und gezielten Investitionen gesenkt werden kann. Die Vision von Sulser – und mit ihm das ­Lippuner-EMT-Team – steht zum wichtigen Entscheid der Energiewende 2050. «Da wollen wir ­mitmachen, und hier spielen die Gebäude eine äusserst wichtige ­Rolle in Verbindung mit der Energieproduktion und des Energie­verbrauchs sowie der Energie­effizienz. Gebäude werden so verbrauchsoptimiert zum ‹Pro­sumer› beziehungsweise zum ‹Consumer›.» Sulser erklärte in einem kleinen Exkurs, weshalb die Selbstversorgung von Energie so sehr wichtig ist. «Es geht immer um das gleiche: Es geht um Energie und es geht um Geld.» Dabei erwähnte er den Syrienkrieg. Es gehe um eine Vormacht im globalen Energiemarkt und um die beiden Pipeline-Projekte zur Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, die auf dem Grund des Persischen Golfes liegen und zum Teil dem Iran und zum Teil Katar gehören. «Deshalb müssen wir wegkommen von fossiler Energie.»

Die Gesellschaft braucht eine Vision

Anschliessend informierte Philipp Egger von der Energieagentur über die Ziele der Energiepolitik bis 2020 im Kanton St. Gallen: Die Gesamtenergieeffizienz soll um 20 Prozent erhöht, die CO2-Emissionen um 20 Prozent vermindert und die erneuerbaren Energien um 20 Prozent abgedeckt werden. Damit sei schon mal der Weg zur Umsetzung der Energiepolitik 2020 geebnet. Die Ziele dahin seien allerdings ambitiös und deshalb eine Vision», betonte Egger, «heute sind wir in der Schweiz bei einer 6000-Watt-Gesellschaft. Das heisst, es steht uns noch etwas bevor». Es brauche für die verschiedenen Bereiche Konzepte.

Die Energieförderung soll dazu dienen, sich punktuell be­raten zu lassen. Mit den Fördermassnahmen wolle man erreichen, dass sowohl KMU wie auch Private Beratung beziehen. So werden sie auf dem Weg einer ­optimalen Entscheidung begleitet.


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