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Tagblatt Online, 26. Januar 2012 01:04:00

Grünes Licht für SOB-Überbauung

WATTWIL. Die Südostbahn SOB gibt grundsätzlich grünes Licht für die Realisierung von zwei Hochbauten auf dem Bahnhofplatz Wattwil. Dort, wo sich jetzt die Park+Ride-Parkplätze befinden. Ein Architekturwettbewerb soll nun Klarheit schaffen, wie eine zweckmässige Nutzung aussehen könnte.

HANSRUEDI KUGLER

Das eindrückliche Loch beim Bahnhof Wattwil zeigt die Dimension der entstehenden Tiefgarage, die als Meilenstein für die Zentrumsentwicklung Wattwils angepriesen wird. 152 unterirdische öffentliche Parkplätze entstehen, vor allem für Migros- und Bahnkunden. Fast so spektakulär für die Entwicklung Wattwils ist die geplante Überbauung direkt an den Gleisen. Denn die Verlegung der Park + Ride-Parkplätze unter den Boden ermöglicht an deren Stelle Hochbauten. Allerdings existieren diese erst als Ideen. Konkretere Überbauungspläne seien aus dem Architekturwettbewerb zu erwarten, deren Sieger Mitte Oktober 2012 bekannt gegeben wird, sagt SOB-Sprecherin Ursel Kälin. Der Grundsatzentscheid für die Realisierung der Hochbauten hat die Grundeigentümerin, die Südostbahn (SOB), aber bereits gefällt.

Zwei dreigeschossige Blocks

Die Ausschreibung für den Architekturwettbewerb werde spätestens nächste Woche per Inserat bekannt gemacht, sagt SOB-Sprecherin Ursel Kälin. Der weitere Zeitplan: Bis Ende Februar kann man sich bewerben. Anschliessend werde entschieden, wer zum eigentlichen Wettbewerb eingeladen wird. Im April bekommen die Ausgewählten die Unterlagen und haben bis Ende September Zeit, ein Projekt einzureichen. Mitte Oktober soll der Projektsieger bekannt gegeben werden. Der Umfang der Planung beträgt zwei Blocks auf den jetzigen Park+Ride-Parkplätzen. Laut SOB werden diese als dreigeschossige Einheiten geplant. Gemäss aktuell gültigem Zonenplan sind auf dem Areal drei Vollgeschosse möglich. Der Masterplan 2009 ging noch von einer Überbauung mit vier bis maximal fünf Vollgeschossen aus. Im Erdgeschoss ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, das erste Obergeschoss ist für Dienstleistungen und das zweite Obergeschoss für Wohnen vorgesehen. Laut SOB-Sprecherin Ursel Kälin ist die Frage noch nicht entschieden, ob die Räume vermietet oder verkauft werden. Wenn möglich wolle die SOB diese Hochbauten auch selber realisieren, sagt Thomas Küchler, CEO der SOB. Voraussichtlich werde die SOB Bauherrin, andere Investoren könnten sich aber durchaus an der Überbauung beteiligen, fügt SOB-Sprecherin Ursel Kälin an.

SOB hat keinen Eigenbedarf

Derzeit hat die Südostbahn keinen Eigenbedarf für die geplanten Hochbauten. Sie wird im Infrastrukturgebäude der Tiefgarage, das eingeschossig südlich an den Bahnhof anschliesst, zusätzliche Lagerräume einrichten und öffentliche Toiletten bauen. Hauptzweck dieses Infrastrukturgebäudes ist die Unterbringung der Technik und Belüftung der Tiefgarage. In dieses Gebäude wird auch ein Velo- und Motorrad-Unterstand untergebracht. Gemäss Projektleiter Markus Brühwiler finden laut aktuellem Plan darin 13 Motorräder und 50 Velos im offen zugänglichen Bereich Platz. Für zusätzliche 14 Velos ist eine abschliessbare Box vorgesehen.

Unterführung noch in Planung

Noch nichts Konkretes ist über die geplante zweite Unterführung in Erfahrung zu bringen. Sicher ist nur: Es wird eine zweite geben. Damit soll eine zweite Anbindung vom Ricken- und Bleikenquartier über die Perrons und zur Tiefgarage hergestellt werden. Die genaue Lage und der Ausbau dieser Unterführung sei aber noch Bestandteil der weiteren Planung, sagt SOB-Sprecherin Ursel Kälin.





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