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Tagblatt Online, 18. August 2012, 01:33 Uhr

Spuk trotz Regengüssen nicht vorbei

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Flecken: Unverändert trotz Regen. (Bild: Ursina Ghilardi)

Die ausgelaufene Farbe beim Cash-Point in Tübach sei wasserlöslich, sagte der Verursacher gegenüber dem Tagblatt. Doch die Flecken blieben. Nun will er den Schaden mit einem Hochdruckreiniger fachmännisch beseitigen.

URSINA GHILARDI

TÜBACH. «Der Regen wird dem Spuk ein Ende setzen», schrieb das Tagblatt am 21. Juli über die grossen Farbkleckse vor dem Cash-Point der Raiffeisenbank in Tübach. Dies hatte der Verursacher, der weiterhin anonym bleiben möchte, mit Hinweis auf die Wasserlöslichkeit der ausgelaufenen Dispersionsfarbe vorausgesagt. Die teils heftigen und langanhaltenden Regengüsse in den vergangenen Wochen haben an der «Strassenkunst» jedoch nichts verändert: In gehabter Grösse und Form zieren die weissen Farbflecken den Asphalt, und auch die darüber rollenden Autos haben die Farbschicht kein Stück abgetragen. Mario Ullmann vom gleichnamigen Malergeschäft stellt für eine neutrale Beurteilung der Lage sein Fachwissen zur Verfügung: «Dispersionsfarbe ist wasserlöslich, das stimmt. Allerdings nur im flüssigen Zustand. Sobald sie getrocknet ist, bleibt sie da, wo sie ist.»

«Trotz allem ein Schaden»

«Nicht dramatisch, aber auch nicht besonders witzig» findet Walter Eggenberger von der Raiffeisenbank Goldach die unfreiwillige Verzierung vor seinem Cash-Point. Er habe auf ein Verschwinden der Flecken durch den Regen gehofft. Als sich das Problem nicht von selbst gelöst habe, habe man über das weitere Vorgehen nachzudenken begonnen. «Trotz allem ist es ein Schaden, für den der Verursacher aufkommen sollte.»

Mit einem Hochdruckreiniger

Vielleicht würden die Kameras der Geldautomaten etwas ergeben, habe man sich überlegt. «Gleich die Polizei einschalten möchte man ja auch nicht», gibt Eggenberger zu bedenken. Doch schliesslich musste man weder Kameras noch Polizei behelligen: Der Verursacher meldete sich diese Woche bei Eggenberger. «Wir müssen das wegmachen, weil es uns passiert ist», findet der Unglücksvogel. Er habe sich übrigens schon mit Bürsten und Wasser dahintergemacht – erfolglos. «In den nächsten vierzehn Tagen werden wir das Problem mit einem Hochdruckreiniger lösen», verspricht er nun. Bei der Raiffeisenbank zeigt man sich darüber erfreut. «Das macht die Sache um vieles angenehmer», sagt Eggenberger.



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