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Tagblatt Online, 28. Juni 2012, 08:09 Uhr

Es grünt so grün in Steinach

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Andreas Graf, Initiant der Grünen Steinach, in seinem Garten in der Steinacherwiesen. (Bild: Marianne Bargagna)

STEINACH. Die Steinacher Parteienlandschaft wird bunter. Am Samstag wird eine Ortspartei der Grünen gegründet. Dabei soll es nicht bleiben. Die Grünen wollen auch in den anderen Gemeinden des Wahlkreises Rorschach Ortsparteien gründen.

MARIANNE BARGAGNA

Er wohnt im Grünen. Und er ist ein «Grüner». Der 49jährige Steinacher Andreas Graf, seit Anfang Juni Co-Präsident der Grünen des Kantons St. Gallen und wohl auch bald Präsident der Grünen Steinach. Am Samstag wird auf seine Initiative hin die grüne Ortspartei gegründet (siehe Kasten). Bei dieser Ortspartei soll es im Wahlkreis Rorschach nicht bleiben.

Aktiv mitwirken

In Steinach sei die Zeit reif, eine Ortspartei der Grünen zu gründen, schreibt Andreas Graf in der Einladung zur Gründungsversammlung. Im Gespräch fügt er hinzu: «Wir wollen die Grünen im Wahlkreis Rorschach aktivieren.» Und dabei den Schwung aus den vergangenen Kantonsratswahlen nutzen. «Denn wollen wir in vier Jahren einen Sitz im Kantonsrat, müssen wir jetzt anfangen», sagt der diplomierte Marketing- und Verkaufsleiter, der für die Grünen für den Kantonsrat kandidiert hat.

Sie wollen aber nicht nur auf kantonaler, sondern auch auf kommunaler Ebene aktiv mitwirken, sagt Graf. Zum Beispiel in Steinach. Hier möchten sich die Grünen laut Aussage von Graf bereits an den Gemeinderatswahlen im Herbst beteiligen. Die Einreichefrist für Wahlvorschläge läuft am 5. Juli ab. Ob es den Grünen gelingt, bis zu diesem Tag eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu finden, weiss Graf nicht. Eines aber weiss er: «Es geht nicht darum, die Politik aufzumischen, sondern darum, aktiv mitzuarbeiten.» Zum Beispiel am Projekt «Energie Zukunft Steinach», das zum Ziel hat, erneuerbare Energien mit Beiträgen zu fördern. Dann nennt Andreas Graf auch die Fragen rund um die Sanierung der Steinach. Bei letzterer müsse nicht nur an den Hochwasserschutz, sondern sollte auch an die Renaturierung gedacht werden.

Ohne Berührungsängste

Andreas Graf kennt Steinach, ist er doch hier aufgewachsen. Und hier hat er als Dreikäsehoch einen eigenen Garten und Apfelbäume gepflegt und Schafe gehegt. Seine «grüne Ader» begann also schon früh zu fliessen. Dann entschloss er sich, den Grünen des Kantons beizutreten. Und jetzt hofft er, dass er noch weitere Steinacherinnen und Steinacher überzeugen kann, in der Ortspartei der Grünen mitzumachen und sich für gesunde Lebensräume, erneuerbare Energie, die Erhaltung von Kulturland und einen effizienten Verkehr einzusetzen. Denn für Graf ist Grün nicht einfach nur Grün. «Man muss den Fächer weit auftun.» Und man dürfe in der Politik bei der Suche nach Lösungen keine Berührungsängste haben, müsse bereit sein, mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten, «denn zusammen geht es besser».

Und mit Blick auf die erneuerbare Energie sagt er, dass es mehr brauche als «nur etwas Photovoltaik, einige Solarzellen oder Windräder». Es brauche ein Gesamt-Energiekonzept. Mit anderen Worten: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssten, so die Meinung von Graf, derart gestaltet werden, dass auch jemand problemlos zehn Quadratmeter Solarzellen realisieren könne. Für Andreas Graf ist klar: Ein solches Konzept muss auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene funktionieren. Und auch regional.

Im ganzen Wahlkreis

Stichwort regional: Mit der Gründung der Steinacher Ortspartei der Grünen soll ein Stein ins Rollen gebracht werden. «Unser erklärtes Ziel ist es, in allen Gemeinden des Wahlkreises Rorschach Ortsparteien ins Leben zu rufen», sagt Andreas Graf



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