Eine Tradition wiederbelebt

ADVENT ⋅ Im Untereggen stimmen dieses Jahr wieder festlich dekorierte Fenster auf die Adventszeit ein. Auch die Gemeindeverwaltung macht mit.
02. Dezember 2017, 08:39

Der Unteregger Gemeinderat und die Verwaltung laden die Bevölkerung am 11. Dezember um 17 Uhr zu einem Apéro mit Wurst und Brot vor das Gemeindehaus ein. Gleichzeitig nutzen sie an diesem Montagabend die Gelegenheit, den Interessierten zwei völlig unterschiedliche Neuerungen zu präsentieren. Einerseits wird an diesem Tag das Adventsfenster am Gemeindehaus feierlich geöffnet und andererseits bekommen die Bewohner die Möglichkeit, sich die Neumöblierung in den Verwaltungsbüros anzu­sehen.

Während eines halben Jahrs war ein Sitz in der Kommission Dorfleben vakant. Nun wurde Odette Eggenberger, ehemalige Schulrätin und Jugendarbeiterin, für den Rest der Amtsdauer von 2017 bis 2020 als Mitglied ins Gremium gewählt. Den älteren Einheimischen ist Eggenberger noch als frühere Leiterin des Sommerplausches bekannt. Sie war es auch, die vor Jahren die «Adventsfenster»-Tradition mit den weihnachtlich dekorierten Fenstern in Untereggen organisierte. Irgendwann schlief dieses Ritual ein. Nun hat sie mit Erfolg die Initiative für die Wiederbelebung dieser Tradition durch Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes ergriffen. «Da ich diesen Brauch sehr schön finde, habe ich der Kommission Dorfleben meine Unterstützung zugesagt. Bei der Gestaltung und Dekoration der Fenster gibt es keine Einschränkungen. Die einzige Vorgabe ist, dass das Fenster von 17 bis 22 Uhr beleuchtet sein muss», erklärt Eggenberger. Eine detaillierte Liste, wo vom 1. bis 24. Dezember der vorweihnachtliche Kalendertag erleuchtet wird, kann auf der «Piazza», dem digitalen Dorfplatz oder den Publikationen an den Bushaltestellen entnommen werden. An einigen Standorten wird bei der Öffnung der «Adventsfenster» auch ein Apéro angeboten. Am 23. Dezember findet zudem eine Begehung sämtlicher «Adventsfenster» statt, die um 17 Uhr im Hinterhof mit der musikalischen Untermalung durch Kleinformationen der Bürgermusik Untereggen beginnt und auf dem Schulhausareal endet. «Den Ersatz der Möblierung in der Gemeindeverwaltung durften wir in drei Etappen ausführen. Im Spätherbst 2015 rüsteten wir das Front Office mit Stehpulten aus», veranschaulicht Norbert Näf, Gemeinschreiber von Untereggen. Im Jahr 2016 folgten die Stehpulte für die weiteren Mitarbeitenden, im Herbst dieses Jahres die Aktenschränke, Besprechungstische und dazugehörige Stühle für sämtliche Büros. Von der früheren Einrichtung blieb die USM-Möblierung, welche im Büro des Gemeindepräsidenten und der Schulverwaltung steht. «Mit den neuen Stehpulten können wir unseren Angestellten einen idealen Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ermöglichen und unsere Kundschaft gleichzeitig in einem optisch stilvollen Ambiente empfangen», erklärt Näf. Finanziell wurden die Kosten für die Anschaffungen über die laufende Rechnung 2015, 2016 und 2017 abgerechnet. Der Budgetposten belief sich zusammengerechnet auf 61000 Franken, die Gesamtkosten blieben knapp unter 50000 Franken. «Die Gemeindeverwaltung freut sich, der Bevölkerung die neu eingerichteten Büros zu zeigen», sagt Norbert Näf. An diesem Abend der offenen Tür könne sich der Steuerzahler «von der Zweckmässigkeit dieser Investition» vergewissern.

 

Daniela Huber-Mühleis

redaktionot@tagblatt.ch


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