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Tagblatt Online, 18. Juni 2012, 01:08 Uhr

St. Margrethen kann Werkhof bauen

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Werkhof Mannenberg: Dieses Gebäude wird saniert, ein anderes neu gebaut. 35,1 Prozent der St. Margrether Stimmberechtigten haben darüber entschieden. (Bild: Samuel Tanner)

ST.MARGRETHEN. 82,3 Prozent der Urnengänger haben Ja gesagt zu einem neuen Werkhof für ihre Gemeinde. Über dieses äusserst deutliche Resultat freut sich der Gemeindepräsident.

ANDREAS RÜDISÜLI

Gleich zwei Mal spürte gestern Gemeindepräsident Reto Friedauer, wie sein Körper Glückshormone ausschüttete. Auf seiner nachmittäglichen Joggingrunde und – zuerst und vor allem – am späten Vormittag, als er das definitive Ergebnis der Volksabstimmung über den neuen Werkhof Mannenberg erfuhr. 908 St. Margretherinnen und St. Margrether haben ihren Stimmzettel ausgefüllt, 747 von ihnen haben Ja gesagt zum Fünf-Millionen-Projekt der Gemeinde; das sind 82,3 Prozent.

Gute Argumente

Reto Friedauer hatte mit einem Ja gerechnet, daraus macht er keinen Hehl. Von der Deutlichkeit des Verdikts ist er dennoch überrascht. «Wir hatten gute Argumente, die die Bürger überzeugt haben», sagt er während einer kurzen Jogging-Pause auf dem Rheindamm. Ein besserer Service public, höhere Effizienz, moderne Infrastrukturen und frei werdender Bauplatz auf dem Falken-Areal: Das sind nur einige der Vorteile, die sich St. Margrethen vom neuen Werkhof Mannenberg verspricht. In diesem will man sowohl das Bauamt, als auch die Technischen Betriebe der Gemeinde unterbringen. Das bestehende Betriebsgebäude der ehemaligen Wiederverwertungsanlage wird saniert und vor allem als (ungeheizter) Lagerraum dienen. Ein Neubau nach Minergie-Standard gleich nebenan beherbergt künftig Personal und Fahrzeuge und ist gleichzeitig Lager und Werkstatt. Knapp fünf Millionen Franken werden Um- und Neubau kosten; im Frühling 2013 wird der Spatenstich erfolgen – ein Jahr später soll der Mannenberg betriebsbereit sein.

Der Blick nach vorn

Das Ja zum Werkhof Mannenberg ist der jüngste in einer Reihe von Erfolgen, die Reto Friedauer und sein Gemeinderat feiern können. Ob Zentrumsgestaltung oder Europuls – die Bevölkerung begrüsst anscheinend die Politik der St. Margrether Gemeindeführung. Dies merkt natürlich auch Friedauer, der die positive Grundstimmung nutzen möchte.

«Es geht nun vor allem darum, das Gebiet rund um den Bahnhof zukunftsorientiert zu nutzen und St. Margrethen als regionales Zentrum weiter zu entwickeln», schaut der Gemeindepräsident nach vorn.

Und joggt weiter – wohl auf der Jagd nach noch mehr Glückshormonen.



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