Ein schöner Konzertabend von zwei Formationen

EICHBERG ⋅ Der Gemischte Chor und der Musikverein Eichberg luden zum Konzert im Advent. Den Zuhörern wurden Leckerbissen des Chorgesangs und der Blasmusik geboten.
06. Dezember 2017, 05:22
Theodor Looser

Theodor Looser

Neben den Eichbergern kamen auch überraschend viele auswärtige Besucher zum Konzert in der evangelischen Kirche. Die Liebhaber des Gesangs und der Blasmusik kamen dann auch ganz auf ihre Kosten. Der Gemischte Chor unter der Leitung von Karin Heeb bot einen bunten Strauss von aktuellen Liedern. Der Musikverein, dirigiert von Andreas Frei, spielte ein sorgfältig einstudiertes Programm mit gut ausgewählten Kompositionen. Reinhilde Rohner führte als Moderatorin durch das Programm, am Klavier war Michael Ess.

Den ersten Teil des Konzerts bestritt der Gemischte Chor. Mit «Ave Verum Corpus» von Wolfgang Amadeus Mozart eröffnete er den Liederreigen. Mozart hatte diesen Text aus dem 14. Jahrhundert ein knappes halbes Jahr vor seinem Tod vertont und zu einem Höhepunkt der geistlichen Chorliteratur gemacht. Der Gemischte Chor bot eine erfrischende und eindrückliche Interpretation dieses Werks.

Von der Chorliteratur direkt zur Popmusik

Das nächste Stück war in einer ganz anderen Landschaft angesiedelt. «Heast as net» ist eine Komposition von Hubert Von Goisern, der als Vorreiter des Alpenrock gilt. Er komponierte dieses originelle, vielstimmige Werk inklusive Jodeleinlagen 1992. Mit «I have a Dream» von ABBA wurden die Zuhörer auf eine Reise in den Norden eingeladen. Eher kalt war es auch bei «Frosty the Snowman». In diesem Stück aus 1950 wird ein Schneemann zum Leben erweckt. Das Publikum forderte mit Beifall eine Zugabe, die der Gemischte Chor mit einem Lied von Nena gewährte.

Mit Spannung wurde nun der Auftritt des Musikvereins Eichberg erwartet. Reinhilde Rohner kündete mit «A Highland Rhapsody» das erste Stück an. In diesem 1990 komponierten Werk waren schottische Weisen und ein längeres Piccolo-Solo zu hören. Mit «Nimrod», einem Stück des englischen Spätromantikers Edward Elgar, zeigte der Musikverein in einer eindrücklichen Aufführung seine ganzen sinfonischen Qualitäten.

«Just a Closer Walk with Thee» war ursprünglich ein Gospelsong, von dem es viele Versionen namhafter Künstler gibt. Der Musikverein spielte die Version von Don Gillis. Auffallend waren die gut gespielten Posaunensolos. Nach «Tuxedo Junction» nach dem gleichnamigen Film ging’s weiter mit dem «Kaiserin Sissi Marsch». Das Leben dieser Schönheit aus dem alten Österreich war im Gegensatz zur Verfilmung kein Märchen. Der 1953 komponierte Marsch überzeugte mit flotten Rhythmen und bildete einen würdigen Abschluss des Programms.

Gemeinsamer Abschluss, gemeinsame Zugabe

Als Höhepunkt kamen der Gemischte Chor und der Musikverein nach vorne und trugen die 1995 entstandene Komposition «Adiemus» von Karl Jenkins vor. Natürlich gab es dann auch noch eine Zugabe: Die Mitglieder des Musikvereins legten ihre Instrumente zur Seite und intonierten gemeinsam mit dem Gemischten Chor ein Weihnachtslied.


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