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Appenzeller Zeitung
14. Mai 2012, 06:55 Uhr

Lob und Kritik für Expo 2027 am Bodensee

Heute vor genau zehn Jahren wurde die Expo.02 eröffnet. Bis Ende Oktober wurden damals mehr als zehn Millionen Eintritte auf den Arteplages in Biel, Neuenburg, Murten und Yverdon gezählt – ein Riesenerfolg. Am Wochenende haben sich deshalb mehrere hundert Expo-Ehemalige in Biel getroffen und sich an den Grossanlass erinnert.

Bei dieser Gelegenheit wurde auch über die nächste Landesausstellung diskutiert. Im Jahr 2027 könnte die Ostschweiz Schauplatz einer Expo sein. Die Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau wollen sie gemeinsam durchführen.

Expo.02 als Vorbild

Daniel Rosselat, Eventdirektor der Expo.02 und Direktor des Paléo Festivals von Nyon, drückte Zweifel aus, ob eine Landesausstellung in der Grösse der Veranstaltungen von 1964 und 2002 in der Schweiz noch ihren Platz hat. Er bezeichnete die Wahl einer «Kulturstadt Europas» für jeweils ein Jahr als mögliches Modell für die Zukunft.

Paul Schlegel, Co-Präsident des Komitees «Expo Bodensee-Ostschweiz» bezeichnete die Landesausstellung zwar als Risiko. Der Einsatz lohne sich aber, da eine solche ein verbindendes Element für die Bevölkerung darstelle. Die Expo.02 diene dem Komitee als Vorbild.

Ausstellung stiftet Identität

Franz Steinegger, Präsident des Steuerungskomitees der Expo.02, äusserte sich gegenüber der «Sonntags-Zeitung» ähnlich. Er hält die Ostschweizer Landesausstellung für eine gute Idee. «Es gibt in der Schweiz eine lange Tradition, dass die Menschen zusammenkommen und friedlich miteinander feiern.» Das stifte Identität. (sda/jhe)



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