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Appenzeller Zeitung: 21. April 2012, 15:29 Uhr

«Ich habe nie eine Frau vergewaltigt»

Fussball Super League FC St.Gallen gegen FC Zürich Zoom

Brice Owona ist von seiner Unschuld überzeugt. (Bild: Urs Bucher/Archiv)

ST.GALLEN. Brice Owona ist wegen Vergewaltigung angeklagt und muss vor Gericht. Der Spieler des FC St.Gallen jedoch bestreitet den Vorwurf. Die Frau habe es bloss auf ihn und sein Geld abgesehen.


Erstmals äussert sich Brice Owona zum bevorstehenden Prozess. «Ich habe nie eine Frau vergewaltigt», sagt der 23-Jährige gegenüber dem «Blick». Laut dem Kameruner handelt es sich um einen Racheakt einer 20-jährigen Landsfrau aus Lausanne. «Wir hatten mal was zusammen, aber dann gab's kleinere Probleme. Wir beendeten die Geschichte. Doch sie wollte mich immer noch, wollte Geld, wollte mich, den Fussballer. Und dann drehte sie wohl durch und erfand diese Geschichte.» Er habe aber gehört, dass sie es mittlerweile bereue.

«Wie ein Schwerverbrecher»
Owona spricht im «Blick» auch über seine Verhaftung und seine Zeit in Untersuchungshaft. Erst nach zwei Tagen habe man ihm den Grund für die Festnahme mitgeteilt. Der Stürmer behauptet, man habe ihm vorgeworfen, eine 14-Jährige vergewaltigt zu haben. Zehn Tage sei er im Gefängnis gewesen und habe sich «wie ein Schwerverbrecher» gefühlt. Er habe nichts gegessen, nur ab und zu einen Kaffee getrunken.

Keine Reaktion vom Klub
Am meisten enttäuscht hat Owona, dass der FC St.Gallen, bei dem er noch immer unter Vertrag steht, nichts von sich habe hören lassen. Sportchef Heinz Peischl habe sich nie darüber erkundigt, weshalb er im Gefängnis sitze. Erst nach seiner Freilassung sei es zu einem Gespräch gekommen, sagt Owona. Damals habe ihm Peischl mitgeteilt, dass der FCSG den Kontrakt auflösen wolle.

Falls das Gericht von Owonas Unschuld ebenso überzeugt ist wie der Spieler selbst, will er schnellstmöglich wieder zurück auf den Rasen. Und das am liebsten in der Schweiz, weil es ihm hier sehr gefalle. (sg)



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