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Tagblatt Online, 19. August 2012, 06:06 Uhr

Grabs beweist Pioniergeist

Grundschule Zoom

Wird der Einsatz von Assistierenden Schule machen? (Bild: Bilderbox)

GRABS. Für die Schulgemeinde Grabs hat mit dem Ende der Sommerferien ein Pilotversuch begonnen. In zwei Primarschulklassen werden neu Schulassistentinnen zur Unterstützung der Lehrkräfte eingesetzt.

MIRJA KELLER

Als nach den Sommerferien und zu Beginn des neuen Schuljahres wieder die Schulglocken läuteten, hatte für etwa 75 Grabser Mädchen und Buben der erste Schultag begonnen. Aber nicht nur für sie war vieles neu. Denn in zwei Primarschulklassen wird die Hilfe von Schulassistentinnen getestet.

Erste Gemeinde in der Region

Die Idee an sich ist nicht ganz unbekannt. Die Schulgemeinden Rapperswil-Jona und Wattwil haben bereits erste Erfahrungen mit dem Modell Schulassistenz gesammelt. An ihren Schulen sind seit zwei Jahren Klassenhilfskräfte angestellt. Grabs ist nun die erste Schulgemeinde in der Region, die sich an einen Pilotversuch wagt. Eine spezielle Ausbildung mussten die 15 Bewerbenden dabei nicht aufweisen.

«Die Assistentinnen leisten keinen schulpädagogischen Einsatz, sondern sind zur Unterstützung der Lehrpersonen da», sagt der Grabser Schulratspräsident Diego Forrer auf Anfrage. Vielmehr sollen die Assistierenden durch Einzel- oder Gruppenbetreuung Schülern unter die Arme greifen und dabei ein entspanntes Lernklima schaffen.

Erfahrungen sammeln

Seit dem Jahr 2003 wird in Grabs das Modell der integrativen Schulform (ISF) angewendet. In diesem Modell werden Kinder mit Lern- beziehungsweise Leistungsschwierigkeiten nicht in Sonderklassen ausgegliedert. Sie bleiben in den Regelklassen. Durch die integrative Schulform kommt es jedoch vermehrt zu sogenannten Mischklassen, wo schwache und starke Schüler aufeinandertreffen. Die Grabser Schulleitung hofft, durch den Einsatz der beiden Schulassistentinnen ein einheitliches Lernniveau zu erreichen. Über die genauen Aufgaben der Assistentinnen können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden. «Dieses Unterrichtsmodell ist für uns Neuland. Wir müssen zuerst noch Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln», so Diego Forrer weiter.

Testphase bis Ende November

Für die Lehrkräfte ist die Zuhilfenahme der Schulassistentinnen freiwillig. Vorerst sollen sie in zwei Primarklassen zu je neun bis zwölf Lektionen pro Woche eingesetzt werden. Bis Ende November will die Schulgemeinde Grabs das Modell Schulassistenz nun testen. Danach diskutiert der Schulrat über eine etwaige Fortsetzung des Konzepts.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
adolfk31 (20. August 2012, 08:02)
Endlich ...

konnten nach immensen geistigen Anstrengungen wieder ein zusätzlicher amtlicher Beruf geboren werden gogen.

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