Taxichauffeuer soll betrunkene Kundin vergewaltigt haben

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(Archiv/Keystone)

RORSCHACH. Ein St.Galler Taxifahrer steht am kommenden Dienstag vor dem Kreisgericht Rorschach. Der 34-jährige Türke soll vor gut einem Jahr eine betrunkene Kundin in seinem Taxi vergewaltigt und eine weitere Kundin sexuell belästigt haben.

11. Mai 2012, 10:02
Zudem soll der Chauffeur trotz Entzugs des Führerausweises das Taxi seines Arbeitgebers und den Wagen seiner Ehefrau gefahren haben. Angeklagt ist der Mann auch, weil er zu schnell gefahren sein soll und Vorschriften für Berufschauffeure missachtet haben soll.

Laut Anklageschrift hat der Taxifahrer Mitte Februar 2011 eine betrunkene Passagierin auf dem Heimweg vom Ausgang in St.Gallen vergewaltigt. Eine zweite Frau, die ebenfalls betrunken war, aber zusammen mit zwei Kollegen in seinem Taxi fuhr, soll der Angeklagte sexuell belästigt haben.

Wegen Vergewaltigung, sexueller Belästigung und weiterer Delikte verlangt die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten. Zudem soll der Angeklagte mit einem fünfjährigen Berufsverbot belegt werden.

Mitte März hat das Kreisgericht St.Gallen einen Berufskollegen des Angeklagten wegen mehrfacher Vergewaltigung von Passagierinnen zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe und einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt.

Der 42-jährige Landsmann des Angeklagten ging nach demselben Muster vor wie der Angeklagte und missbrauchte alkoholisierte Kundinnen, die spät nachts vom Ausgang nach Hause wollten. Laut dem Gericht war sein Vorgehen besonders verwerflich, da Taxifahrer in der Öffentlichkeit besonders viel Vertrauen geniessen.

Der 42-Jährige hat gegen das Urteil des Kreisgerichts St.Gallen Berufung eingelegt. Er sei unschuldig, die Frauen hätten den Sex gewollt, sagte sein Verteidiger vor Gericht. (sda)

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