Hilber leitet Whistleblower-Stelle - Kritik von zwei Parteien

Kathrin Hilber, Ex-Regierungsrätin. Zoom

Kathrin Hilber, Ex-Regierungsrätin. (Urs Bucher/Archiv)

ST.GALLEN. Die Berufung von alt Regierungsrätin Kathrin Hilber (SP) als Leiterin der Whistleblower-Stelle für St.Galler Kantonsangestellte kommt bei CVP und SVP nicht gut an. Hilber, die bis vor wenigen Wochen im Amt war, sei nicht unabhängig, lautet die Kritik.

23. Juli 2012, 09:45
Mitarbeitende der St.Galler Kantonsverwaltung, die am Arbeitsplatz einen Missstand feststellen, können diesen neu an eine interne Meldestelle weiterleiten. Die Whistleblower-Stelle hatte das Kantonsparlament im Herbst 2010 mit dem neuen Personalgesetz beschlossen. Obwohl keine anonymen Hinweise entgegengenommen werden, müssten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Konsequenzen arbeitsvertraglicher oder strafrechtlicher Natur fürchten, heisst es in einer Mitteilung der St.Galler Staatskanzlei.

Dass die St.Galler Regierung die Meldestelle für die Amtsdauer 2012 bis 2016 mit Kathrin Hilber besetzt hat, stösst bei CVP und SVP auf Kritik. CVP-Präsident Jörg Frei und SVP-Kantonsrat Michael Götte sagten im Regionaljournal von Radio DRS, sie bezweifelten, ob Kathrin Hilber so kurz nach dem Ausscheiden aus dem Amt unabhängig sei von der Verwaltung. Nach den Ferien wolle er der Frage nachgehen, ob eine solche Stelle nicht hätte öffentlich ausgeschrieben werden müssen, sagte Frei. (sda)

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