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Tagblatt Online, 18. Januar 2012 01:05:00

Haltinner zieht's nach Gossau

Gemeindepraesident Andreas Haltinner Zoom

Andreas Haltinner (Bild: Michel Canonica)

GOSSAU/GAISERWALD. Der Gemeindepräsident von Gaiserwald, Andreas Haltinner, präsidiert ab 2013 die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Region Gossau. Er tritt Ende Jahr als Gemeindepräsident zurück.

RAFAEL ROHNER

 Ab dem 1. Januar 2013 müssen die Kantone das Kindes- und Erwachsenenschutzrecht neu regeln. Die Vormundschaftsbehörden von Gossau, Andwil, Degersheim, Niederbüren, Flawil, Gaiserwald und Waldkirch werden dabei durch eine überregionale Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KES) mit Sitz in Gossau abgelöst. Als erster Präsident der neuen Behörde wurde laut Mitteilung der Stadt Gossau der amtierende Gemeindepräsident von Gaiserwald, Andreas Haltinner, gewählt. Da das KES-Präsidium eine Vollzeitstelle ist, stellt sich Haltinner im Herbst nicht mehr der Wiederwahl als Gemeindepräsident.

Juristische Kenntnisse gefragt

Andreas Haltinner ist seit bald zwölf Jahren Gemeindepräsident von Gaiserwald. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften hat der 59-Jährige das Anwaltspatent erworben und zusätzlich eine Ausbildung zum Mediator abgeschlossen. Haltinner verfüge damit nicht nur über die notwendigen juristischen Kenntnisse für die Leitung der neuen Behörde, sondern als ehemaliger Generalsekretär des kantonalen Justiz- und Polizeidepartements sowie als Gemeindepräsident und Präsident der Vormundschaftsbehörde Gaiserwald auch über «ausgewiesene Führungserfahrung».

Schritt ist wohlüberlegt

Haltinner wird demnach seinen Arbeitsort Ende Jahr von Gaiserwald nach Gossau verlegen. «Ich habe mir diesen Schritt gut überlegt», sagt er. Insbesondere auch, weil er nach wie vor gerne Gemeindepräsident von Gaiserwald sei. Die neue Behörde zu präsidieren, biete ihm aber die Chance, etwas Neues aufzubauen. Und das in einem Fachbereich, der ihm vertraut sei. Der Wechsel gehe zudem terminlich ideal auf. Bis Ende dieses Jahres bleibe er Gemeindepräsident und werde dann nahtlos ab Anfang des nächsten Jahres die Arbeit am neuen Ort aufnehmen.

Damit die neue Fachbehörde wie geplant am 1. Januar 2013 die Arbeit aufnehmen könne, gehe es nun darum, den Aufbau der KES- Region Gossau weiter voranzutreiben. Demnächst werden laut Haltinner vier Stellen für weitere Behördenmitglieder ausgeschrieben. Gefragt seien Personen, die über Fachkenntnisse in den Bereichen Recht, Soziale Arbeit, Pädagogik oder Psychologie verfügen.

Raum schaffen für neue Beamte

Insgesamt seien die Vorbereitungsarbeiten schon weit vorangeschritten, sagt Haltinner. Dies auch, weil man auf die bewährten Strukturen des Vereins Soziale Dienste der Region Gossau aufbauen könne. Nächste Planungsschritte seien die Organisation von zusätzlichem Raum für Mitarbeiter und die Schaffung der rechtlichen Grundlagen für die neue Trägerschaft.





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