So wild kann der Urmensch sein

GÖTZI ⋅ Rund 1000 Besucher verfolgten die Show des Turnvereins Gossau im Fürstenlandsaal. Unter dem Motto «Auf den Spuren von Götzi» wagten sich die Verantwortlichen zum ersten Mal an eine etwas andere Umsetzung.
27. November 2017, 07:15
Manuela Bruhin

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch

Ein zotteliges Gewand, ein Stock in der Hand – bereit, um zuzuschlagen. Szenen, die sich am Samstag im Fürstenlandsaal abspielten. Wenn auch nur auf der Leinwand. Geschichtliches muss keinesfalls langweilig sein – davon konnten sich die rund 1000 Gäste überzeugen, die der Einladung des Turnvereins Gossau gefolgt waren. Unter dem Motto «Auf den Spuren von Götzi» wurden die Anwesenden auf eine spannende Geschichte entführt. Kunstturner auf dem Schwebebalken, tänzerische Elemente, Rad schlagende «Dinosaurier» oder waghalsige Akrobatiksprünge – Abwechslung wurde beim Programm grossgeschrieben.

Hollywood und Alpenzauber

Dazwischen sorgte die Theatergruppe für lustige Momente. Passend zum Motto wurde die Geschichte Götzis auf der Leinwand erzählt – der Gossauer Urmensch machte erste Schritte in der modernen Welt, sah Fahrzeuge oder wurde mit Reportern konfrontiert. Die Lacher im Publikum dürften beim zehnköpfigen OK für Erleichterung gesorgt haben. Schliesslich war es das erste Mal, dass man sich an solche Filmsequenzen herangewagt hatte, wie Janine Specht erklärte. Die bisherigen Mottos waren eher zusammengewürfelt. «Nun wollten wir einen roten Faden durch die Show spannen», sagt das OK-Mitglied.

So abwechslungsreich die gezeigte Geschichte war, so bunt gemischt war das Alter der Turner. Vom Kindergartenalter bis hin zum rüstigen Rentner war alles mit dabei. Diese Abwechslung sei auch das erklärte Ziel des Anlasses, erklärte Specht. Unter den Turnern seien viele Wettkampfteilnehmer, für welche die Turnshow eine Abwechslung darstelle. «Nicht nur beim Publikum soll sich Begeisterung breitmachen, sondern auch auf der Bühne.»


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