Eurokurs steigt - Trotzdem ist Einkaufstourismus so beliebt wie nie

Schweizerinnen und Schweizer kaufen nach wie vor gern im Ausland ein - immer lieber ganz bequem per Mausklick vom Sofa aus. Laut einer Studie der Universität St. Gallen liesse sich der Einkaufstourismus mit einer niedrigeren Mehrwertsteuer-Freigrenze reduzieren.
06. Dezember 2017, 14:27
SDA

Zwar machten sich 2017 nicht mehr so viele Leute die Mühe, selbst ins Ausland zum Shopping zu fahren. Jene, die das taten, kauften jedoch mehr. "Der durchschnittliche Warenkorb hat zugenommen", heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Universität St. Gallen zur Studie. Ob jemand im Ausland einkaufe, sei im übrigen unabhängig vom Einkommen.

Immer beliebter wird laut Studie das Einkaufen per Internet. Hätten 2015 erst rund 30 Prozent der Konsumenten bei ausländischen Anbietern bestellt, so seien es 2017 bereits 37 Prozent gewesen. Bestellt worden sei nicht nur häufiger, sondern auch mehr. insgesamt lag der Verlust für den Detailhandel mit 9,1 Milliarden Franken um 10 Prozent höher als 2015.

Die Studie definiert fünf besonders betroffene Detailhandels-Branchen: Lebensmittel, Drogerie, Bekleidung, Sport und Einrichtung. Durchschnittlich deckten die Konsumentinnen und Konsumenten in diesen fünf Branchen bereits 23 Prozent ihres Bedarfs bei ausländischen Online-Anbietern.

Eindämmen liesse sich gemäss Studie der Einkaufstourismus mittelfristig mit einer tieferen Mehrwertsteuer-Freigrenze. Würde diese von aktuell 300 Franken auf 50 Franken gesenkt, so dürfte der Einkaufstourismus um bis zu einem Drittel abnehmen.


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