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Appenzeller Zeitung: 1. Juli 2012, 16:12 Uhr

Strandbad St.Margrethen: Jetzt spricht das Schussopfer

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Das Strandbad Bruggerhorn ist idyllisch gelegen und bietet bis zu 4000 Personen Platz. (Bild: pd)

ST.MARGRETHEN. Die 46-jährige Frau, welche im Strandbad Bruggerhorn angeschossen worden ist, hat das Kantonsspital St.Gallen wieder verlassen können. Sie will trotz dieses Erlebnisses wieder in ihre Stammbadi kommen.

Daniel Walt

«Ich glaubte zunächst, ein Wasserball habe mich gestreift», sagt jene 46-jährige Frau, die am frühen Samstagnachmittag im Strandbad Bruggerhorn angeschossen worden ist. Die in St.Margrethen wohnhafte Frau musste dann aber rasch merken, dass sie nicht wegen spielender Kinder, sondern wegen eines Schützen beim Sonnenbaden gestört worden war.

Ein Zischen gehört
Die Frau war an diesem heissen Samstag mit ihrem Freund ins Strandbad Bruggerhorn gekommen, um den heissen Sommertag zu geniessen. «Beim Sünnele hörte ich plötzlich ein Zischen, und es gab einen Fitz am Bein», berichtet sie gegenüber Tagblatt Online. Als sie nachschaute, sah sie eine Wunde am linken Unterschenkel sowie einen Bluterguss. Beim Abtasten stellte sie fest, dass etwas Hartes im Bein steckte – das Projektil einer Kleinkaliberwaffe, wie sich später herausstellen sollte.

Noch krankgeschrieben
So richtig realisierte die 46-jährige St.Margretherin erst, was passiert war, als die Polizei und die Ambulanz im Strandbad angekommen waren. Die Frau wurde fürs erste verarztet und kam ins Kantonsspital St.Gallen, wo ihr das Geschoss aus dem Bein operiert wurde. Am Sonntag konnte sie das Spital bereits wieder verlassen, wobei sie noch für einige Zeit krankgeschrieben ist.

«Nicht in böswilliger Absicht»
Rasch hat es sich in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis herumgesprochen, was der 46-jährigen Frau beim Baden in St.Margrethen passiert ist. Sie kann alle besorgten Menschen aber beruhigen: «Es geht mir gut», hält sie fest. Sie gehe davon aus, dass sie nicht in böswilliger Absicht vom Schuss getroffen worden sei. «Dem Strandbad Bruggerhorn werde ich auf jeden Fall die Treue halten», sagt sie.

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