Direkte Links und Access Keys:

Appenzeller Zeitung, 3. August 2012, 15:12 Uhr

Gesucht: Das eigene Kind

Zoom

Norma Känzig-Baez mit den Resultaten der DNA-Tests. Auf dem kleinen Foto der Zwillingsbruder des Vermissten. (Bild: Roger Fuchs)

GAIS. Norma Känzig-Baez bewahrt zu Hause in einem Schrank die sterblichen Überreste eines Kindes auf – es sei ihr eigenes, hat man ihr in Argentinien gesagt. DNA-Analysen beweisen das Gegenteil.

Roger Fuchs

Norma Känzig-Baez aus Gais wünscht sich nur eines: Sie will ihren Sohn Carlos Guillermo Baez finden. Die Last, mit der sie seit Jahren zu leben hat, lässt sie immer wieder weinen.

Am 5. Juni 1973 gebar Norma Känzig-Baez im Spital von Buenos Aires, Argentinien, Zwillinge. Drei Tage später hiess es, einer der beiden Buben sei tot. Jahre später liess Känzig-Baez das Grab öffnen und die sterblichen Überreste nach San Miguel holen, wo sie und ihre Familie damals wohnten. 1990 zügelte sie schliesslich in die Schweiz; im Gepäck – versteckt in einer blauen Box – die sterblichen Überreste.

Zwei DNA-Tests wurden inzwischen durchgeführt. Der zweite enthält die traurige Gewissheit: Norma Känzig-Baez ist nicht die Mutter jenes Kindes, das sie ausgraben liess. Auch im argentinischen Familienbüchlein findet sich ein Indiz, dass sie um ihr Kind betrogen wurde.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 04. August 2012.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren.



Morgen in der
Die Kunst des Wanderns
Wanderbücher Zu Fuss erwandert und aufwendig recherchiert, von Hand geschrieben, gezeichnet und gemalt – so sind die Wanderbücher des Kesswilers Hannes Stricker.
Und dann entschied Lausanne
Landsgemeinde Vor 25 Jahren verweigerten die Innerrhoder Männer ihren Frauen letztmals das Stimmrecht.
Noch viel Platz in der Ostschweiz
Verdichten Mit mehr Verdichtung könnten in der Ostschweiz 240'000 Menschen zusätzlich wohnen.
Rechnen und lesen in der Brauerei
Umfunktionieren Eine Privatschule zieht in das ehemalige Gasthaus Brauerei Stocken in St.Gallen ein.

Anzeige:

Ostschweizer Trauerportal

tagblatt.ch / leserbilder