Tagblatt Online, 18. Mai 2009 01:03:48
Fotobilder, real und virtuell
Herbert Maeder (links) und Marcel Steiner: Der Fotograf und der Verleger-Fotograf am Fachsimpeln. (Bild: Bild: Martina Basista)
Am Freitag wurde im Alterszentrum Sonnenhof in Wil die Fotoausstellung «Faszinierendes Appenzellerland» eröffnet. Gleichzeitig erfolgte der Startschuss zu «www.wanderbild.ch».
monika egli
wil/herisau. www.wanderbild.ch ist eine eben aufgeschaltete Fotogalerie des Appenzeller Verlags. In Wil sind daraus bis November rund 30 grossformatige Bilder in natura zu besichtigen und zu kaufen – auf www.wanderbild.ch sind es virtuell deren 140. Fotografiert hat Marcel Steiner, Verleger des Appenzeller Medienhauses und der Toggenburger Medien.
Von der Olma nach Wil
Dass die Landschaftsbilder aus dem Appenzellerland während des Sommers in Wil zu besichtigen sind, hat verschiedene Gründe. Zum ersten Mal wurden sie an der letztjährigen Olma am Stand des Appenzeller Verlags gezeigt. Alois Rosenast, «Sonnenhof»-Heimleiter, liess daraufhin nicht locker – die grossformatigen Aufnahmen sollten in seinem Zentrum die Wände schmücken. Kein Wunder: Alois Rosenast ist Innerrhoder. Die Landschafts-Ansichten «faszinieren und verzaubern mich», wie er es am Freitag ausdrückte.
«Sie sind einzigartig.»
Lob des Profis
Auch alt Nationalrat Herbert Maeder, der die Vernissage-Rede hielt, war des Lobes, ja der Bewunderung voll. Der Rehetobler, selber ein begnadeter Fotograf, rühmte die «unglaubliche, sagenhafte Qualität». Dies sei umso erstaunlicher, als Marcel Steiner keineswegs ein Meisterfotograf, sondern in erster Linie Verleger sei. Und in dieser Eigenschaft sei er auch zum Fotografieren gekommen.
Der Autor eines erstes Wanderbuchs über das Toggenburg – dem unterdessen ein Pendant über das Appenzellerland folgte – vermochte Marcel Steiner zwar mit seinem Manuskript, nicht aber mit dem Bildmaterial zu überzeugen. Also zog der Verleger selber los, passende Fotos zu beschaffen. Als Autodidakt, so Herbert Maeder, habe es Marcel Steiner innert kürzester Zeit zur wahren Meisterschaft gebracht und dabei mit seinen Wanderführern eine eigentliche Marktnische entdeckt.
Herbert Maeder ist in Wil aufgewachsen, lebt aber schon seit vielen Jahrzehnten im Appenzeller Vorderland. Die Vernissage wurde vom Hackbrett-Solisten Hans Sturzenegger, Speicher, in passender Art abgerundet.
Bekanntes – Unbekanntes
Bei der anschliessenden Besichtigung konnte sich das Vernissage-Publikum – es dürften an die 50 Personen gewesen sein – überzeugen, dass Maeders Lobesworte keineswegs übertrieben gewesen waren. Immer wieder hörte man «grossartig».
Es schien besonders zu faszinieren, dass sich wohlbekannte Sujets – Fälensee, Äscher, Kreuzberge – mit Landschaften abwechseln, die auch ein guter Kenner des Appenzellerlandes nicht sofort verorten kann.
- Artikel empfehlen:







Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben