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Tagblatt Online, 13. April 2010 01:03:22

Kulturelle Immobilienbörse im Netz

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Die drei Macher: Raphael Vuilleumier, Lukas Kölla und Demian Dünser (v.l.). (Bild: Bild: ck)

Im Rahmen des 2008 eingesetzten Kulturförderungsgesetzes entstand die Idee einer kulturellen Immobilienbörse. Drei junge Männer haben zusammen mit Thomas Kölla und Gabriela Falkner jetzt eine entsprechende Homepage ins Netz gestellt.

Christian Köppel

Ausserrhoden. Die Idee ist weder neu, noch besonders originell. Wer Raum für kulturelle Zwecke sucht, und wer solchen anbieten kann, soll zusammengeführt werden – Angebot und Nachfrage.

Im Internet bestehen seit Jahren zahlreiche solcher Plattformen für kommerzielle Bereiche, und sie besitzen alle einen beinahe identischen Aufbau. Seit Ende des letzten Monats verfügt der Kanton Appenzell Ausserrhoden im Auftrag des Amtes für Kultur eine eigene Seite.

Darauf werden Räumlichkeiten angepriesen, welche für kulturelle Zwecke genutzt und zur Verfügung gestellt werden können. Keine schlechte Idee, und Partyräume verblassen dagegen recht schnell.

Klare Sache

Für die drei Macher der Site spricht vor allem ein Argument für die aktuelle Umsetzung der Internetplattform. Schlichtheit und damit die Bedienbarkeit der Homepage habe bei der Gestaltung der Homepage im Vordergrund gestanden.

Zusammengetrommelt wurden Demian Dünser, Lukas Kölla und Raphael Vuilleumier vom Amt für Kultur AR und von Thomas Kölla. Kein Wettbewerb im Vorfeld. Proberäume sollten jedoch von Anfang an drin sein, also auch Kulturförderung für Jüngere. Akquiriert wurden die Räume ebenfalls von den Projektverantwortlichen. So können auf der Site Räume für Bildende Kunst, Kunsthandwerk, Musik, Tanz und Theater/Film gesucht oder angeboten werden.

Spezifischer eingegrenzt wird das Angebot durch die Unterkategorie Atelier, Bühne, Galerie und Proberaum.

Arbeit im Team

Dass die Internetseite so klassisch-schlicht aufgemacht daherkommt, liegt ganz in der Absicht ihrer Macher. Demian Dünser macht im Gespräch deutlich, dass die Plattform als Instrument für alle genutzt werden soll. So muss sie über einfache, klare Strukturen verfügen und für alle zugänglich sein. Das Internet als Medium ist deshalb die logische Konsequenz.

Durch die Reduzierung der Site komme man schnell und einfach zum Ziel, sagt Lukas Kölla. Dünser und Kölla haben «kultur-raum-ar.ch» programmiert. Wenn sie über ihre Arbeit sprechen, dann sind ihre Fachkenntnisse als Informatiker nicht zu überhören. Die sorgfältige und eindeutige Aufmachung der Internetseite zeugt ebenfalls davon, dass sie von Leuten mit viel Sachverstand hergestellt wurde.

Für die grafische Gestaltung zeichnet sich Raphael Vuilleumier verantwortlich, er war auch an der Arbeit am Konzept massgeblich beteiligt. Er brachte schliesslich das Konzept in Textform.

«Raumgeber» für Kultur

Doch die Seite würde ohne flankierende Massnahmen jetzt so nicht im Internet stehen. Die drei Jungs mussten dem Kanton ein Budget unterbreiten, das bewilligt wurde. Werbemassnahmen wie Flyer, das Schreiben an die Gemeinden und persönliche Anfragen an potenzielle «Raumgeber» machten die Homepage erst möglich. Das Projekt sollte am Ende zum Selbstläufer werden, doch davon ist es laut Vuilleumier noch weit entfernt. Zuerst müsse es einmal bekannt gemacht werden. Für Suchende wie Bieter muss klar sein, dass man mit dem neuen Instrument schnell etwas nutzen kann, was vorhanden ist, bis anhin aber zu wenig stattfand. Kulturverantworliche der Gemeinden können ihre freien Räume jetzt im ganzen Kanton anbieten, und das hilft schliesslich im weitesten Sinne auch dem kulturellen Austausch.





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