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Tagblatt Online, 15. Juni 2010 16:17:20

Eisenhut an der Ostsee vom Winde verweht

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Die Schweizer Speedskater mit den beiden Rehetoblern Andreas Dombrowski (3. von links) und Käthy Eisenhut (3. von rechts). (Bild: Bild: pd)

INLINE-SKATING. An der EM der Master Speedskater am Wochenende im norddeutschen Damp gab es weder für Käthy Eisenhut, Rehetobel, noch für das gesamte Schweizer Master-Nationalteam Medaillen.

Nach dem EM-Titel im vergangenen Jahr im kroatischen Rijeka fühlte sich Käthy Eisenhut als Titelverteidigerin in der Favoritenrolle nicht sonderlich wohl. Mit dem Sieg im letzten Jahr wuchs auch der selbst auferlegte Druck.

Die Marathonstrecke befand sich vor den Toren des Ostsee-Kurortes Damp. Ein gut zehn Kilometer langer Rundkurs musste vier Mal befahren werden. Der Start erfolgte im Ein-Minuten Takt nach Altersklassen getrennt.

Gut im Feld versteckt

Die ersten drei Kilometer mussten im Gegenwind von bis zu 30 km/h gefahren werden. Käthy Eisenhut und ihre Schweizer Teamkollegin Susanne Zellweger versteckten sich gut im Feld und konnten so die ihnen unbekannten Gegnerinnen studieren. Mit dabei war auch die bekannte Dänin Catherin Crage, die durch ihre angriffige Fahrweise schon früh auffiel. Immer wieder beschleunigte sie und attackierte das Feld.

Der Ausserrhoderin konnte diese Fahrweise nur recht sein, und sie versuchte, ebenfalls das Tempo hochzuhalten.

Weg ist versperrt

Kurz vor Rennhälfte wurde bei einem kleinen Anstieg gebummelt – und prompt kam eine Attacke. Eisenhut hatte eine unglückliche Position inne, da vor ihr fahrende Skaterinnen ihr den Weg versperrten. Dabei entstand eine Lücke, welche Eisenhut mit viel Kraft wieder zufahren musste.

Die nächsten Angriffe folgten aber sogleich, und so konnte sich die Rehetoblerin nicht mehr erholen, wurde sprichwörtlich vom Winde verweht und fuhr das Rennen allein im Wind zu Ende. Auf die Frage ob sie enttäuscht sei, meinte Käthy Eisenhut: «Heute hat für mich zu viel gefehlt, um ein Top-resultat zu erzielen. Ich werde mit diesem Resultat aber viel Positives mit nach Hause nehmen.»

Schweizer nicht belohnt

Für einmal musste die gesamte Schweizer Delegation an der Speedskater-EM ohne Medaillen die Heimreise antreten. Mit fünf Top-Ten-Plätzen zeigten die Eidgenossen aber auf, dass bei der WM im September im italienischen Senigallia mit ihnen zu rechnen ist. (pd)





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