Tagblatt Online, 29. September 2009 01:01:16
BV St. Gallen-Appenzell bodigt Basel
Mit 5:3 bezwingt die NLA-Mannschaft der Badmintonvereinigung St. Gallen-Appenzell (BV) auswärts den Favoriten und direkten Mitkonkurrenten Basel.
Badminton. Das wochenlange Warten auf den ersten Einsatz der beiden Neuzuzüge Agnia und Agung Ruhanda hatte mit der Partie von letztem Samstag ein Ende. Die erst kürzlich aus ihrem Urlaub zurückgekehrten Indonesier gehören seit Jahren zu den besten Badmintonspielern in der Schweiz. Die BV St. Gallen-Appenzell portierte gegen Basel die stärkste Mannschaft ihrer Vereinsgeschichte. Das Resultat war ein 5:3-Erfolg.
Auf Playoff-Kurs
Die Tabellensituation nach der zweiten Runde zeigt sich aus Ostschweizer Sicht gleich doppelt erfreulich: St. Gallen-Appenzell liegt auf dem ersten Rang, Lokalrivale Uzwil folgt mit einem Punkt Rückstand an dritter Position. St. Gallen-Appenzell ist von Beginn weg auf dem erklärten Kurs, dem Erreichen des Playoff-Finals, und bestätigt ihre ehrgeizigen Absichten mit dem Auswärtserfolg gegen die starken Basler.
Noch fehlt die Abstimmung
Die Meinungen nach der Partie gegen die Basler waren geteilt. Auf der einen Seite war die BV St. Gallen-Appenzell froh und stolz, das Hauptziel erreicht und die starken Nordwestschweizer besiegt zu haben. Auf der anderen Seite war nicht zu übersehen, dass jeweils nur ganz wenig gefehlt hatte, und die drei verlorenen Spiele wären ebenfalls zugunsten der Ostschweizer ausgegangen.
Erneut zeigten sich die Einzelspezialisten Jens Roch, Christoph Heiniger und bei den Damen Tenzin Pelling in beeindruckender Form. Dem im Landesranking zurzeit noch vor Roch gesetzten Doppelspezialisten Agung Ruhanda gelang es jedoch nicht, gegen den mehrfachen kanadischen Meister in den Reihen der Basler, Andrew Dabeka, zu trumpfen. Wie auch im Doppel an der Seite von Janic Kleiner musste sich Ruhanda hauchdünn im Entscheidungssatz geschlagen geben.
Auch lässt sich nur erahnen, wie das Mixeddoppel mit Agnia Ruhanda und Thomas Heiniger (19:21, 19:21) ausgegangen wäre, wenn diese beiden auf mehr Spielpraxis zurückgreifen könnten.
Stärkstes Team aller Zeiten
Für die Verantwortlichen der BV um Chef-Coach Donovan Cuntapay war von Beginn weg klar, dass das Team gegen Basel die Stärken des gesamten Kaders ausreizen musste, denn man wollte unbedingt gewinnen.
Nach den erfolgreichen Transferbemühungen der letzten Monate präsentierten sich die Ostschweizer letzten Sonntag mit ihrer – zumindest auf dem Papier – stärksten Mannschaft aller Zeiten. Nach dem Erfolg gegen den direkten Mitkonkurrenten Basel darf die BV zufrieden sein. Dieser Mannschaft kann es gelingen, die Playoffs zu erreichen. (nko)
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