Nachgefragt

Europameister im Null-Stern-Bett

03. August 2017, 05:17

Wir haben im Null-Stern-Hotel auf der Göbsi bei Gonten Kunstturn-Europameister Pablo Brägger mit seiner Freundin aus Appenzell angetroffen. Für den Ostschweizer war es eine kurze Auszeit während der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Oktober. Sein grosses Ziel sind die Olympischen Spiele 2020.

Pablo Brägger, im April wurden Sie am Reck Europameister. Was haben Sie seither gemacht?
Brägger: Ich war in den Ferien. Allerdings bloss eine Woche. Mehr mag es bei uns im Turnen nicht leiden. Ich konnte mich in dieser Woche gut erholen und habe dann bereits mit den Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft, die im Oktober stattfindet, begonnen. Ich habe viele neue Elemente trainiert. Mit welchen Zielen reisen Sie an die WM?

Brägger: Das Ziel ist, dass ich den Final erreiche. Dann bin ich zufrieden. Eine Medaille wäre ein sehr ambitioniertes Ziel, aber mit viel Glück ist das machbar.

Ihr grosses Ziel ist eine Medaille an den Olympischen Spielen. Wie sind Sie hier unterwegs?

Brägger: Ich habe nochmals vier Jahre Zeit, um dann in Topform zu sein. Tokio 2020 wird auch der Höhepunkt meiner Karriere sein. Danach werde ich zurücktreten, deshalb werde ich alles machen, damit eine Medaille realisierbar ist.

Welchen Bezug haben Sie zum Appenzellerland?

Brägger: Mein Grossvater ist ehemaliger Appenzeller. Ausserdem haben wir früher an den Wochenenden viele Ausflüge ins Appenzellerland unternommen. Jetzt bin ich nochmals durch dieses wunderschöne Projekt aufs Appenzellerland gestossen und freue mich, hier zu sein.

Als Fussballer wären Sie jetzt ein Star und Millionär. Wie ist das im Turnen?

Brägger: Star würde ich mich nicht nennen. Vielleicht wurde ich zu einem etwas grösseren Vorbild für die jungen Turner. Allüren habe ich aber keine. Deshalb sind wir hier auch in einem Null-Stern-Hotel. Als Europameister kann man nicht auf die faule Haut liegen. (pk)

 


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