Tagelang dem Lauf des Luangwa gefolgt

26. September 2014, 02:37

Nach unserem Abstecher an den Indischen Ozean verlassen wir Tansania in Richtung Sambia. Die Wolken verschwinden, die Temperaturen steigen und die Pisten werden staubiger. Die Nationalparks sind wieder günstiger und so legen wir unseren Fokus noch ein letztes Mal auf die afrikanische Tierwelt.

Im breiten Flusstal des Luangwa fahren wir stundenlang auf traumhaften Wegen durch herbstliche Wälder. Während mehrerer Tage folgen wir dem Flusslauf und sehen sowohl im Nationalpark als auch ausserhalb viele Tiere. Im South-Luangwa-Nationalpark treffen wir auf einen schlafenden Elefanten.

Auch das uns bereits bekannte Botswana zeigt sich von einer anderen Seite: Das Flussbett des Chobe-Rivers ist viel schmaler, die sattgrünen Weiden sind verschwunden und die zahllosen Büsche sind kahl. Die Büffel wandern weite Distanzen, um an das kostbare Nass zu kommen. Die nicht umzäunten Zeltplätze in den Nationalparks erlauben nahe Begegnungen mit Wildtieren. Die Elefanten, Hyänen und Affen kommen immer mal wieder bei uns vorbei. Während dem Kochen muss man besonders achtsam sein, da die Elefanten scharf auf frisches Gemüse sind.

Nach so vielen Tieren suchen wir die eher lebensfeindlichen Salzpfannen im Herzen Botswanas auf. Wunderschöne Plätze zum Wildcampieren und ein phantastischer Sternenhimmel erwarten uns. Immer wieder werden die riesigen Pfannen durch kleine Grasinseln oder Granitformationen unterbrochen.

Auf dem Weg nach Namibia machen wir einen Abstecher zur Drotsky-Höhle. Inmitten einer heissen Halbwüste wirken die vom Wasser geformten Tropfsteine in einer angenehm kühlen Höhle surreal. Mit einer Taschenlampe erkunden wir durch dichten Staub die absolute Finsternis.

Kathrin und Ueli Würth


Leserkommentare

Anzeige: