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Tagblatt Online, 22. Oktober 2011 20:49:00

Owona und Etoundi ebnen den Weg zum klaren Sieg

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St.Gallens Brice Owona feiert seinen Treffer zum 3:0 auf Pass von Franck Etoundi (links). (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Der FC St.Gallen hat Biel mit 4:1 bezwungen und bleibt souveräner Tabellenführer. In der ersten Halbzeit boten die St.Galler teils herrliche Kombinationen, in der zweiten Halbzeit erwärmte Bruno Valentes Kunstschuss die Zuschauer.

Daniel Walt

In schwarzen statt den gewohnten grünweissen Tenüs trat der FC St.Gallen zum Heimspiel gegen Biel an. Dies im Rahmen einer Aktion gegen Gewalt und Rassismus. Zu einem schwarzen Abend sollte es für das Team von Trainer Jeff Saibene allerdings nicht kommen: Der souveräne Tabellenführer der Challenge League fertigte Biel mit 4:1ab.

Bieler zunächst auch gefährlich
Die St.Galler versuchten, den Schwung vom Cupsieg gegen Thun in die Partie mitzunehmen. Bereits in der zweiten Minute kam Oscar Scarione, schön auf halblinks freigespielt, zu einer ersten Chance. Thuns Goalie Laurent Walthert konnte aber parieren. In der Folge hielten die Bieler vorerst gut dagegen und kamen insbesondere über ihre linke Angriffsseite zu gefährlichen Vorstössen. So etwa nach elf Minuten, als ein Bieler eine Hereingabe direkt abnahm – der Ball senkte sich nur knapp über Daniel Lopars Tor. Nur wenige Minuten später streifte eine Flanke der Bieler gar die Latte.

Bilderstrecke: FCSG - Biel

Der FC St.Gallen ist gegen Biel zu einem ungefährdeten Heimsieg gekommen. Die Bilder des Spiels in unserer Galerie. (Bilder: Urs Bucher)


Herrliche Angriffe über links
Trotzdem war es der FC St.Gallen, der nach 20 Minuten zum ersten Tor kam. Oscar Scarione, bei der Ausführung von Standardsituationen manchmal etwas schlampig, brachte den Corner dieses Mal gefühlvoll herein. Den Kopfball von Montandon konnten die Bieler mit vereinten Kräften noch abwehren, aber nur bis zu Stocklasa, der in die nähere Ecke traf. In der Folge gefielen die St.Galler mit teils herrlich vorgetragenen Angriffen – und auch sie kombinierten sich vorwiegend über die linke Angriffsseite durch. In der 31. Minute spielte der wiederum wirblige Alberto Regazzoni am Flügel herrlich Brice Owona frei. Dessen überlegten Querpass verwertete Franck Etoundi gegen seine früheren Teamkollegen souverän. Umgekehrte Vorzeichen dann in der 45. Minute: Etoundi setzte sich wieder über links durch und passte in die Mitte zu Owona, der keine Probleme hatte, das 3:0 zu erzielen.

An Schwung verloren
Der FC St.Gallen wolle das Tempo weiter hoch halten, versprach Torschütze Martin Stocklasa im Pauseninterview. Im zweiten Durchgang bekamen die 8901 Zuschauer in der nun bitterkalten AFG Arena aber zunächst herzlich wenig Erwärmendes zu sehen. St.Gallen kontrollierte das Spiel und den Gegner, ohne allerdings die teils herrlichen Spielzüge aus der ersten Halbzeit wiederholen zu können. Aus heiterem Himmel kassierten die St.Galler in der 64. Minute sogar den ersten Gegentreffer: Mit einem Sonntagsschuss erwischte Marco Mathys Daniel Lopar. Wenige Minuten später hielt Lopar einen Weitschuss dann sicher.

Kunstschütze Valente
Die wenigen Chancen der St.Galler beschränkten sich, anders als in der ersten Halbzeit, vorerst auf individuelle Aktionen. So spielte Alberto Regazzoni in der 68. Minute zwei Bieler schwindlig, sein Schuss ging dann allerdings knapp über das Tor. In der 74. Minute konnte Biels Goalie einen Weitschuss von Scarione klären. Und auch Valentes Abschluss in der 83. Minute war kein Erfolg beschieden. Mehr Glück hatte der Portugiese dann in der 88. Minute: Er traf nach einem abgewehrten Corner herrlich mit einem Volleyschuss in die Maschen. Damit entpuppt sich Valente immer mehr als Kunstschütze: Er traf bereits in der Meisterschaft gegen Lugano mit einem herrlichen Weitschuss, genauso gegen Thun im Cup. Und so erhoben sich die Zuschauer im Stadion schliesslich zum vom Espenblock angestimmten «Steht auf, wenn ihr St.Galler seid», um den neunten Sieg in der Meisterschaft zu feiern – und sich die Kälte aus den Gliedern zu vertreiben.



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