Wie man seine Fotos auf Facebook schützt

Die Browsererweiterung Social Protection soll verhindern, dass Freunde Bilder missbrauchen. Einen hundertprozentigen Schutz kann sie aber nicht bieten.
03. August 2012, 09:32
NZZ Online

McAfee Social Protection ist ein kostenloses Browser-Plugin für Facebook, das verhindern soll, dass Freunde mit Fotos Schindluder treiben. Das Tool soll Ende August in einer Betaversion für Firefox, Chrome und Internet Explorer unter Windows bereitgestellt werden, kündigte der IT-Sicherheitsanbieter an. Wer es installiert, kann seine Bilder verschlüsseln, so dass andere Mitglieder ohne Spezialkenntnisse sie nicht herunterladen und ausdrucken können sollen. Auch Screenshots sollen nicht mehr möglich sein.

Nur Freunde, an die man entsprechende Einladungen versandt hat und die Social Protection installiert haben, können die Bilder sehen, alle anderen erblicken verwischte Versionen. Abgelegt werden sollen die Fotos nicht mehr auf Facebooks Servern, sondern auf Speichern von Intel. McAfee gehört dem weltgrössten Chiphersteller. Fragt sich nur, ob Facebook damit einverstanden ist, dass die Bilder auf Intel-Servern liegen. Natürlich bietet auch diese App keinen hundertprozentigen Schutz – wenn beispielsweise aus Freunden Feinde werden. Randnotiz: Das Fotografieren des Bildschirms mit Handy oder Kamera kann Social Protection natürlich auch nicht verhindern. Mit mobilen Facebook-Clients funktioniert Social Protection übrigens nicht.

Wie Brian Foster, Senior Vice President of Consumer Product Management bei McAfee, Cnet.com sagte , soll eine andere Funktion noch nicht in der öffentlich zugänglichen Betaversion enthalten sein. Anwender sollen Bilder, auf denen sie nicht markiert worden sind, aufspüren können. Sie könnten dann Facebook-Mitglieder bitten, diese zu entfernen. McAfee hat sich laut Foster noch nicht entschieden, ob Social Protection als eigenständiges Tool angeboten oder in eine andere Software integriert werden soll.

McAfee Social Protection soll Ende August verfügbar sein. Zoom

McAfee Social Protection soll Ende August verfügbar sein.

Annähernd zum Thema passt ein neues Plugin für Googles Browser Chrome: «Unbaby.me löscht Babys dauerhaft aus Ihrem Newsfeed – und ersetzt sie durch tolles Zeug», heisst es in der Ankündigung der Entwickler. Allerdings basiert die Erweiterung nicht auf Gesichtserkennung, sondern wertet englischsprachige Bildbeschreibungen aus. Nutzer können eigene in ihrer Sprache hinzufügen und beispielsweise dabei auch Kindernamen aus dem Freundeskreis eingeben, um die Erkennungsrate zu verbessern.


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