www.appenzellerzeitung.ch – Ein Sieg mit Wenn und Aber
Regionalsport Appenzell: 09. Februar 2010, 01:04

Ein Sieg mit Wenn und Aber

Cyrill Schreiber: Ein sicherer Wert für Faustball Schwellbrunn – trotz Militärdienst. Bild: cas

FAUSTBALL. Im letzten Spiel der Qualifikation setzte sich erwartungsgemäss der STV Schwellbrunn gegen Faustball Widnau durch. Obwohl nicht in Bestbesetzung antretend, gewann Widnau zwei Sätze.

Conrad Aschwanden

Somit steht der Spielplan für das Finalwochenende vom kommenden 13./14. Februar in Widnau fest. Während bei den Frauen alle vier Teams am Samstag in den Halbfinals antreten müssen, steht Schwellbrunn als Sieger der Qualifikation bei den Männern direkt im Endspiel vom Sonntag. Und definitiv steht jetzt auch fest, dass es am Samstagnachmittag zum Rheintaler Duell zwischen Gastgeber Widnau und Diepoldsau kommt.

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Ungewohnte Aufstellung

Widnau trat am Sonntag in Oberbüren in ungewohnter Aufstellung an. Der Ausfall gleich beider Betreuer liess Manuel Sieber die Rolle des Coaches erstmals übernehmen. Denn wegen Schmerzen im Knie wollte sich der Nationalspieler für den Finalevent schonen. So rückte U18-Nationalspieler Kohler in die Startformation. Und bereits vor dem Anpfiff wurde bestimmt, dass im Wechsel mit ihm die jungen Fehle (16 Jahre) und Müller (15 Jahre) im NLA-Team eingesetzt werden.

Schwellbrunns Stamm-Fünf

Schwellbrunn ging von Beginn weg auf Nummer sicher und setzte seine eingespielte Stamm-Fünf ein mit Cyrill Schreiber und den beiden Brüderpaaren David und Martin Berger sowie Mathias und Ueli Frischknecht. Der Titelverteidiger liess denn auch nichts anbrennen und zog die ersten drei Sätze sicher zum klaren 3:0-Vorsprung durch.

Schreiber gab mit seinen starken Angaben den Tarif vor, doch Widnaus Dennis Brulc bot ebenfalls eine gute Leistung und landete verschiedene Asse. So begann das Spiel mit vielen Anspielen wenig attraktiv. Doch immer mehr entwickelte sich eine sehenswerte Partie mit spannenden Blockszenen.

Widnau verkürzt

Widnaus teilweise neu formierte Mannschaft fand sich immer besser und vermochte über weite Strecken mitzuhalten.

Dabei spielte für sie auch die Tatsache mit, dass Schreiber, der zur Zeit im Militär ist, mehr Eigenfehler produzierte als gewohnt. Und zudem machten sich die vielen Wechsel bei Schwellbrunn bemerkbar, die dem Team die gewohnte Ruhe zu rauben schienen.

Die Rheintaler waren im vierten Satz das bessere Team. Im ausgeglichenen fünften Abschnitt führte Schwellbrunn bis gegen Schluss.

Doch mit einem Service ins Aus vergaben die Appenzeller auch diesen und führten somit nur noch knapp mit 3:2.

Dominanter Abschluss

Da war für Schwellbrunn der Moment gekommen, wieder die Stamm-Fünf spielen zu lassen. Da gleichzeitig auch die Durchschlagskraft von Widnaus Angreifer Dennis Brulc, der neben dem Service und dem Rückschlag auch das Blocken übernehmen musste, nachliess, beendete Titelverteidiger Schwellbrunn diese letzte Partie der Qualifikation mit zwei klaren Satzerfolgen.

«Die letzten beiden Sätze beweisen, dass wir beim Finalevent überhaupt keine Probleme erwarten», gab sich Schwellbrunns Coach Bruno Schoch nach dem Spiel selbstbewusst. Zusammen mit dem Team und dem ganzen Betreuerstab sei er «frohen Mutes» für das kommende Wochenende in Widnau.

Schwellbrunn – Faustball Widnau 5:2 (11:4,11:6,11:5, 3:11, 9:11, 11:1,11:3) Oberbüren – 130 Zuschauer – SR: Meyerhans, Walzenhausen. Schwellbrunn: Schreiber, U. Frischknecht, M. Frischknecht, Nyffenegger, Ziegler, D. Berger, M. Berger – Verletzt: Rohner – Coaching: Hofstetter (Trainer), Schoch (Coach).


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