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Appenzeller Zeitung: 9. August 2012, 07:33 Uhr

Auf dem Landsgemeindeweg zur Sprechenden Brücke

Herisau – Rohren – Rechberg – Urnäscher Tobel – Hundwil – Stein – Herisau

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(Bild: Bruno Eisenhug)

Unmittelbar ab der Bushaltestelle Rohren geht es über sanfte Hügel und durch Wälder zum Herisauer Rechberg. Ein herrlicher Ausblick auf den Alpstein wartet dort ein erstes Mal auf die Wanderer.


Auf dem Weg zum ehemaligen Landsgemeindeort Hundwil zieht sich der Wanderweg nach kaum bemerkbarem Aufstieg zum Churzenberg hinunter ins Tobel der Urnäsch. Eine Holzbrücke zwischen Hundwil und Herisau (gebaut 1778) führt über die Urnäsch. Ihrer vielen Inschriften wegen wird sie als Sprechende Brücke bezeichnet. Nach kurzem Aufstieg geht es via Hundwil bereits dem Ziel im Dorfzentrum von Stein entgegen.
 


(Bild: An Le)









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bushaltestelle Rohren, Herisau
Start: Dorfzentrum Stein AR
Wanderzeit: 2 1⁄2 Stunden
Weglänge: 6,3 km
Gesamtaufstieg: 341 m
Gesamtabstieg: 375 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Restaurant Rechberg, Tel. 0713511941.
Parkplätze: Bahnhof Herisau, beim Wendeplatz Rohren
Öffentlicher Verkehr: Der Startort ist mit der Buslinie 176 ab Bahnhof Herisau erreichbar. Mit der Postautolinie 180 ab Stein AR zurück zum Bahnhof Herisau.
Kartenmaterial: Wanderkarte Appenzellerland 1:25000
 
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(Bild: An Le)

Herisau, Bushaltestelle Rohren. Richtung Süden geht der Weg unmittelbar nach der Bushaltestelle anfangs leicht aufwärts Richtung Rechbergwald. Nach gut 300 Metern zweigt der Weg beim Bauernhof ab, um über einen Wiesenweg im Wald zu entschwinden. Bald belohnt ein erster Blick auf den Alpstein und dessen Vorhügel die Anstrengungen. Ein kurzer Abstecher zum Restaurant Rechberg ermöglicht, Durst und Hunger zu stillen. Schliesslich wurde im Rechbergwald mit 925 Höhenmetern der höchste Punkt der Wanderung bereits erklommen. Weiter geht die Wanderung über einen Wiesenweg nordöstlich Richtung Churzenberg.
 
Churzenberg, 905. Auf dem Churzenberg ist zwar Feuer entfachen verboten, gemütliche Bänkli laden aber dennoch zum Picknick ein. Von hier aus sieht man in nördlicher Richtung hinunter bis zur Stadt St. Gallen, in südlicher Richtung fallen die Berge des Alpsteins besonders imposant ins Gewicht. Nun geht es bergab; der Weg zweigt beim Bauernhaus ab, über die Wiese in den Wald. Wer hier wandert, befindet sich auf dem ehemaligen Landsgemeindeweg nach Hundwil. Besonderes die Bevölkerung Herisaus nutzte diesen Pfad jeweils am letzten Aprilsonntag rege. Beim Weiler «Ufem Tobel» blickt man erstmals über das Tobel nach Hundwil.
 
3 Ufem Tobel, 810. Weiter geht der Abstieg, hinunter ins Urnäscher Tobel. Auf einem Kiesweg werden rund 150 Höhenmeter absolviert. Bei warmen Temperaturen lädt die Urnäsch zu einem erfrischenden Sprung ins Wasser ein. Grillplätze können überall erstellt oder genutzt werden.
 
4 Tobelbrücke, 665. Eine Holzbrücke zwischen Hundwil und Herisau (gebaut 1778) führt mit 29 Metern Spannweite über die Urnäsch und ist noch bestens erhalten. Sie ist ein Werk des berühmten Brückenbauers Hans Ulrich Grubenmann. Ihrer vielen Inschriften wegen wird sie als Sprechende Brücke bezeichnet. Die Wetterseite mit einer geschlossenen Holzfassade, die andere Seite freizügig geöffnet, trotzt sie seit mehr als 200 Jahren Wind und Wetter. Der Roman von Walter Züst «Mit einem Schlag» handelt ebenfalls in diesem Tobel und auf dessen Brücke. Ein Viehhändler wurde dort im 18. Jahrhundert tot aufgefunden, nachdem er zuvor ausgeraubt und daraufhin ermordet worden war. Vom Literarischen zurück zur Wanderung: Nach der Überquerung der Brücke beginnt der kurze, aber steile Aufstieg über einige Stufen Richtung Hundwil. Rund 50 Meter, nachdem der Weg aus dem Wald auf die Wiese führt, gelangt er zum Weiler Moos.
 
Moos, 755. Bereits ist das Ziel in Stein in Sichtweite. Es will aber noch das Sonderbachtobel überquert werden. Deshalb wird der Landsgemeindeweg verlassen, der Abstieg ins Sonderbachtobel folgt. Rund 60 Höhenmeter fällt der Weg wieder ab. Ein Blick zurück zeigt auf dem Wegweiser nochmals den Weg zur «sprechenden Brücke».
 
6 Wilen, 747, Nach der Überquerung des zweiten Tobels zieht sich der Weg über Wiesen leicht ansteigend Richtung Stein. Vorbei geht es an Bauernhöfen und Streusiedlungen. Auf dem letzten Kilometer nimmt die Steigung nochmals etwas zu, ist aber dennoch ohne Probleme zu meistern.

Stein, 822. Das Dörfchen Stein liegt auf einer leichten, aussichtsreichen Anhöhe – eingebettet in die herrliche Hügellandschaft des Appenzellerlandes. Als Belohnung für die Wanderung winkt ein Besuch in der Schaukäserei oder im Appenzeller Brauchtumsmuseum. Mit dem Postauto geht es danach genüsslich und erholsam zurück an den Ausgangspunkt am Herisauer Bahnhof und von dort mit dem Regiobus wieder zur Bushaltestelle Rohren.

Bilderstrecke: Wanderung 09-08-2012

(Bilder: Bruno Eisenhut)



 
 
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Stand der Information: 9. August 2012
In der Zwischenzeit können sich Änderungen (Verfügbarkeit von Parkplätzen, Öffnungszeiten von Restaurants etc.) ergeben haben.



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