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Appenzeller Zeitung: 19. Juli 2012, 09:03 Uhr

Vom Thurtal an den Untersee mit besten Aussichten

Frauenfeld – Ochsenfurt – Herdern – Klingenzell – Mammern

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(Bild: Thomas Wunderlin)

Die abwechslungsreiche Wanderung führt vom Thurtal über den Seerücken an den Untersee. Auf den Start im geschäftigen Frauenfeld folgt eine erholsame Wegstrecke durchs idyllische Auenschutzgebiet des Waffenplatzes. Jenseits des Thurstegs führt ein stiller Fussweg ein bewaldetes Tobel bergan, dem Unterlauf des Seebachs entlang. Selten sieht man die Alpen in so grosser Breite wie von Herdern aus. Eine grandiose Aussicht wartet auch auf der Hochwacht bei Klingenzell, wo dem Wanderer der Untersee zu Füssen liegt. Über einen Kreuzweg gelangt man nach Mammern, wo der Heimweg mit einer Schifffahrt beginnen kann. (wu)


Eine grandiose Aussicht wartet auch auf der Hochwacht bei Klingenzell, wo dem Wanderer der Untersee zu Füssen liegt. Über einen Kreuzweg gelangt man nach Mammern, wo der Heimweg mit einer Schifffahrt beginnen kann.
 


(Bild: An Le)









 


Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Frauenfeld
Ziel: Schifflände Mammern
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Weglänge: 15,6 km
Gesamtaufstieg: 375 m
Gesamtabstieg: 382 m
Ausrüstung: Leichte Wanderschuhe
Gaststätten: Klingenzellerhof, Klingenzell, 052 741 10 75, Gaststätten in Herdern und Mammern
Parkplätze: In der Nähe des Frauenfelder Bahnhofs
Öffentlicher Verkehr: Bahn, Postauto in Herdern, Schifffahrtsgesellschaft Untersee-Rhein
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000, Blatt 1053 Frauenfeld, Thurgauer Wanderkarte 1:50 000
 
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(Bild: An Le)

1 Von der Fussgänger-Unterführung des Bahnhofs Frauenfeld gehen wir Richtung Norden. Wir überqueren die Murg und folgen den gelben Wanderwegweisern durch das Frauenfelder Wohn- und Industriequartier Kurzdorf. Der Mühlewiesenkanal wird zurzeit saniert, am gegenüberliegenden Ufer entsteht der neue Murg-Auen-Park
 
2 Der Fussweg führt der Murg entlang unter der Autobahn hindurch zur Allmend, wo das Militär regiert. Die Asphaltstrassen enden, Schotterwege beginnen. Wir gelangen in ein Naturreservat und Auenschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Der Wanderweg führt durch diverse Waldstücke über einen Parallelkanal zum Thurdamm. Darauf machen wir einige Schritte Richtung Osten.
 
3 Etwa 45 Minuten nach Abmarsch erreichen wir einen Militärsteg über die Thur, die hier noch nicht renaturiert ist. Auf einem Schotterweg tauchen wir wieder in den Wald ein. Bei der Ochsenfurt mündet der Seebach in die Thur. Wir gehen auf der rechten Seite des Seebachs entlang bergan und verlassen die Zone, die der Armee gehört.
 
4 Eine Schotterpiste führt durch offenes Feld weiter bergan. Das Dorf Herdern erscheint. Bei einer neu angelegten Feuerstelle ruhen wir uns aus. Sie befindet sich unter einer grossen Weide. Ein Weiher, der von Schilf umsäumt ist, vervollständigt die Idylle. Nur Feuerholz ist keins zu sehen. Es lohnt sich also, Holz dabei zu haben.
 
5 Von Herdern überblickt man bei guter Sicht die Alpenkette vom Vorarlbergischen bis zu den Berner und gar Walliser Alpen. Das Wahrzeichen von Herdern ist das Schloss, das schon 1252 nachgewiesen ist. Heute wohnen und arbeiten darin Leute mit sozialen und psychischen Problemen. Der Schlossladen, das einzige Lebensmittelgeschäft am Ort, verkauft Spezialitäten aus dem eigenen Betrieb. Der Schlossladen ist selbstverständlich nur werktags geöffnet.

6 Wir folgen der Steckbornerstrasse am Restaurant Löwen vorbei. Die gelben Wanderwegweiser führen uns nach links durch ein wachsendes Wohnquartier bergauf. Wir verlassen das Dorf auf einem schmalen, steilen Fussweg. Nach dem Bärghof durchqueren wir die Schusslinie des Schiessstandes.

7 Aufgepasst im Hörnliwald: Bald folgt eine Abzweigung nach rechts, die man leicht verpasst. Dann irrt man an der höchsten Stelle der Wanderung im Kreis herum. Bevor wir den Wald verlassen, führen Treppenstufen eine Böschung hinab.

8 Wir gehen über offenes Feld zu einer Strasse, der wir nach links zur Käserei Amenhuuse folgen. Der Weg folgt etwas mehr als einen Kilometer einer wenig befahrenen Strasse. Wem das zu viel ist, der nimmt nach der Käserei den Fussweg nach Mammern hinab.

9 Die andern werden bei der Hochwacht mit einer prächtigen Aussicht auf den Untersee belohnt. Zuoberst auf dem grasbewachsenen Hügel markieren einige Birken einen Bunker. Davor lädt eine Feuerstelle zur Rast. Auch hier finden wir leider kein Holz. Der Brennstoff muss mitgebracht werden.

10 Baumeister Johann Tobler erbaute 1704/05 die Wallfahrtskapelle Maria Hilf in Klingenzell. Sie verfügt über eine kostbare barocke Kirchenausstattung. Nebenan lädt das Ausflugsgsrestaurant Klingenzellerhof zur Rast.

11 Bei einer Grotte unterhalb der Kapelle beginnt und endet ein Kreuzweg. Seine Stationen sind auf beiden Seiten eines etwa 800 Meter langen Wegs aufgestellt.

12 Von der Schifflände Mammern fahren Kursschiffe Richtung Schaffhausen und Kreuzlingen. Und selbstverständlich verkehren hier auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Neben der Schifflände liegt hinter einem schmiedeisernen Tor der Park der Klinik Schloss Mammern
 

Bilderstrecke: Wanderung 19-07-2012



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Stand der Information: 19. Juli 2012
In der Zwischenzeit können sich Änderungen (Verfügbarkeit von Parkplätzen, Öffnungszeiten von Restaurants etc.) ergeben haben.



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az4oza (29. Juli 2012, 12:52)
Natur pur!

Die Wanderung wird sehr gut beschrieben. Das Naturerlebnis kann man aber einfach nicht kommentieren, man muss es erwandern. Und das lohnt sich!

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