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Appenzeller Zeitung: 12. April 2012, 09:45 Uhr

Von Hirschberg zu Hirschberg

Sammelplatz – Hütten – Oberer Hirschberg – Hoher Hirschberg – Strahlhütten – Hirschberg – Meistersrüte – Sammelplatz

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(Bild: Jeanette Herzog)

Den Hohen Hirschberg in Appenzell Innerrhoden kennen auch Wandermuffel, zumindest wegen des Berggasthauses. Dass es in derselben Region aber auch einen Oberen Hirschberg und einen einfachen Hirschberg gibt, ist nicht gemeinhin bekannt.

Jeanette Herzog

Den Hohen Hirschberg in Appenzell Innerrhoden kennen auch Wandermuffel, zumindest wegen des Berggasthauses. Dass es in derselben Region aber auch einen Oberen Hirschberg und einen einfachen Hirschberg gibt, ist nicht gemeinhin bekannt. Diese Wanderung verbindet alle drei und bietet eine spektakuläre Aussicht auf den Säntis. Die Beschaffenheit der Wege könnte nicht abwechslungsreicher sein: Strasse, Schotter, Wiese, Waldboden. Auf der Strecke bietet sich ab Mai, wenn die Natur in voller Blüte steht, eine wunderbare Farbenpracht von Pflanzen und Blumen. Da fehlt nur noch, dass ein Hirsch den Weg des Wanderers kreuzt.


(Bild: Le An)







 



Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Sammelplatz bei Meistersrüte
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Weglänge: 9,5 km
Gesamtaufstieg: 400 m
Gesamtabstieg: 400 m
Ausrüstung: feste Turnschuhe oder Wanderschuhe
Gaststätten: Berggasthaus Hoher Hirschberg, mit Übernachtungsmöglichkeiten und Kinderspielplatz, Telefon 071 787 14 67, Mittwoch ist Ruhetag
Parkplätze: beim Bahnhof Sammelplatz
Öffentlicher Verkehr: mit den Appenzeller Bahnen zum Bahnhof Sammelplatz
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1095 Gais
 
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(Bild: Le An)

1 Der Bahnhof Sammelplatz bei Meistersrüte ist der Ausgangspunkt dieser Wanderung. Er ist leicht erreichbar mit der Appenzeller Bahn. Autofahrer finden ohne Mühe einen Parkplatz vor Ort. Es gibt einen grossen Platz gleich hinter dem Bahnhof. Gegenüber dem Parkplatz befindet sich eine Bäckerei. Wer kurzentschlossen ein Vesper einkaufen will, findet dort die Gelegenheit dazu. Beim Parkplatz steht zudem eine plakatgrosse Landkarte, auf der die Wanderwege der Region eingezeichnet sind. Dann geht es los. Direkt vom Parkplatz ab schlängelt sich eine befestigte Strasse den Hügel hinauf. Dank der gelben Wanderwegweiser ist es einfach, sich zurechtzufinden. Auf naturbelassenem Untergrund geht es weiter, teilweise steil bergauf. Doch die Aussicht belohnt die Mühen, man entfernt sich mehr und mehr von den Strassen und blickt bald auf die Dächer von Meistersrüte hinab.

2 Auf 1050 Metern ist die erste Hürde geschafft. Im Gebiet Mendle treffen die Wanderer am Wegrand auf alte Schilder eines Pflanzenschutzgebiets aus den 1980er-Jahren. Diese Einteilung ist zwar heute nicht mehr aktuell, doch es finden sich laut dem Kantonsoberförster noch zahlreiche schützenswerte Pflanzen in diesem Gebiet. Ab Mai blühen beispielsweise verschiedene Orchideenarten. Es geht nun eine Weile geradeaus bis zu einem Plateau, das dazu einlädt, kurz zu verweilen und die Aussicht auf den Säntis zu geniessen. Der «Hausberg» ist fortan immer wieder zu sehen. Die Wanderung führt weiter auf Naturwegen und durch eine Kuhweide, auf der im Frühjahr noch keine Tiere grasen. Die Wiesen erholen sich vom Winter, die ersten Gänseblümchen spriessen bereits.

3 Bei der Verzweigung in Hütten geht es geradeaus weiter eine Wiese hinauf in Richtung Oberer Hirschberg und dann die Strasse entlang, bis das Berggasthaus Hoher Hirschberg ins Blickfeld rückt. Den letzten Hügel können die Wanderer querfeldein durch die Wiese oder aber auf der befestigten Strasse erreichen. Wer nicht im Restaurant essen mag, folgt dem Weg unterhalb des Gasthauses. Nach gut zehn Minuten Marsch trifft man auf einen Grillplatz.

4 Auf der Terrasse des Hohen Hirschbergs bietet sich den Wanderern ein herrlicher Blick auf den Säntis und ins Tal. Es lohnt sich allemal, hier oben auf 1162 Metern zu verweilen. Kinder können sich derweil auf dem Spielplatz vergnügen. Der Weg führt danach ein kurzes Stück auf dem gleichen Weg zurück und zweigt dann in einen Waldweg ab. Auf teils schmalen und steilen Pfaden geht es knapp 200 Höhenmeter hinab zum Weiler
Biseren.

5 Der Weg führt weiter in Richtung eines Bauernhofs. Kurz bevor die Wanderer den Hof erreichen, zweigt der Pfad rechts ab die Wiese hinauf bis zur Verzweigung in Hütten. Dort biegt man in Richtung Strahlhütten und Hirschberg ab. Erst führt der Weg eine Strasse entlang, dann geht es weiter auf grünen Wiesen.

6 Beim Weiler Strahlhütten steht eine Bank, die die Wanderer geradezu auffordert, den Ausblick auf den Säntis ruhend zu geniessen. Der Wiesenweg führt danach weiter bis zum Hirschberg.

7 Am Hirschberg vorbei geht es hinab ins Guggerloch, wo sich eine kleine Kapelle befindet. Sie wurde kürzlich von Bäumen freigeschlagen und renoviert. Erbaut wurde sie laut Büchlein «Kirchen und Kapellen in Appenzell Innerrhoden» von Yvo Buschauer um 1779. Dem Brunnenwasser links unter der Kapelle wird nachgesagt, es lindere Augenleiden. Hier geht auch der Kapellenweg entlang.

8 Das letzte Wegstück führt erst wieder über eine Wiese und mündet schliesslich in eine Strasse, die die Wanderer zurück zum Bahnhof Sammelplatz bringt.


Bilderstrecke: Wanderung 12-04-2012

Dateigröße : 215.24 KBytes.
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Stand der Information: 12. April 2012
In der Zwischenzeit können sich Änderungen (Verfügbarkeit von Parkplätzen, Öffnungszeiten von Restaurants etc.) ergeben haben.



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