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Appenzeller Zeitung: 22. März 2011, 21:03 Uhr

Wanderpfad auf der Landesgrenze mitten im Alten Rhein

Rund um Diepoldsau

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Landesgrenze Schweiz-Österreich, Dieopldsau (Bild: Marcel Steiner)


Seit dem Rheindurchstich von 1923 konnte sich der Alte Rhein bei Diepoldsau zu einem einzigartigen Naturschutz- und Naherholungsgebiet entwickeln. Überaus attraktiv führt die Wanderung streckenweise über Pfade auf Landzungen mitten im Alten Rhein. Mit dem einen Fuss tritt man dabei auf Schweizer Boden, mit dem anderen Fuss ist man bereits in Österreich. Ebenso eindrücklich sind die Werke der Ingenieurskunst am neuen Rhein: Die Dämme der internationalen Rheinregulierung, die das Rheintal vor Hochwasser schützen, und das Wahrzeichen von Diepoldsau, die Schrägseilbrücke, die das Dorf «im Rhein» mit Widnau verbindet.


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(Bild: Profil KW12 2011)













Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Diepoldsau, Trambrücke

Wanderzeit: 2 ¾ Stunden

Weglänge: 11,8 km

Gesamtaufstieg: 20 m

Gesamtabstieg: 20 m

Ausrüstung: Freizeitschuhe

Gaststätten:In Diepoldsau; Restaurant Schiffli, bei der Trambrücke, 071 733 11 58

Parkplätze: Bei der Trambrücke

Öffentlicher Verkehr: Mit dem Rheintal Bus bis Haltestelle Diepoldsau- Hennenmoos (Linie 303)

Kartenmaterial:Landeskarte 1:25 000 Blatt 1096 Diepoldsau
 


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(Bild: Karte KW12 2011)

1. Diepoldsau, Trambrücke, 411. Die Wanderung beginnt auf der Ostseite der Trambrücke beim Wegweiser mit der grossen Informationstafel von Wanderland Schweiz. Die Wanderung ist sehr gut ausgeschildert, es ist stets den gelben Wegweisern mit den grünen Routenfeldern mit der Aufschrift Rheinrundweg zu folgen. Die Route kann in beiden Richtungen begangen werden, wir starten rheinaufwärts. Wer nicht auf dem asphaltierten Strässchen marschieren will, der wechselt auf den Pfad auf dem Damm direkt am Rhein. Die Bezeichnung Trambrücke erinnert an die Strassenbahn-Verbindung Heerbrugg-Diepoldsau, die 1915 in Betrieb genommen wurde. 1955 wurde das Tram durch Busse ersetzt. Die Schrägseilbrücke über den Rhein bei Diepoldsau wurde 1985 eingeweiht. Sie war die erste seilabgespannte Strassenbrücke der Schweiz. Die Spannweite der Brücke zwischen den beiden Pylonen beträgt 97 Meter und die Fahrbahn ist an 56 Kabelsträngen aufgehängt. Die dicksten dieser Kabelstränge bestehen aus 77 Drähten von je 7 mm Durchmesser.

2. Ober Spitz, 411. Die Route führt vom künstlichen Flussbett des Rheins weg und folgt dem Alten Rhein. Hier wurde der Rhein im April 1923 in sein neues Bett des Diepoldsauer Rheindurchstichs umgeleitet. Das gut fünf Kilometer lange neue Flussbett wurde in 13jähriger Bauzeit erstellt. Wie auch beim Rheindurchstich bei Fussach (1900) sollte damit die Fliessgeschwindigkeit erhöht und die Ablagerung von Geschiebe vermindert werden. Die von der Schweiz und Österreich gemeinsam getragene Rheinregulierung ist heute verwirklicht. Doch die Dämme müssen stets unterhalten werden. Um die Hochwassersicherheit zu gewährleisten, müssen die Sträucher und Bäume an den Rheindämmen alle 5 bis 10 Jahre entfernt werden. Die Sträucher und Bäume werden samt den Wurzeln abgeführt, der Sand wird wasserseitig angelegt, damit er vom Rhein bei erhöhter Wasserführung abtransportiert wird. Aus Rücksicht auf Tiere und Pflanzen werden diese Arbeiten nur abschnittsweise und nur während der Vegetationsruhe von November bis März durchgeführt.

3. Zoll, 411. Eine Unterführung bringt die Wanderer auf die andere Seite der Strasse. Es geht geradeaus am Areal des Strandbads vorbei weiter. Am Ende des Strandbads lohnt sich ein Abweichen vom markierten Wanderweg. Ein Pfad führt unmittelbar auf der Landesgrenze zu Österreich über eine schmale Landzunge im Alten Rhein. Dank dem Durchstich hat sich der Alte Rhein hier zu einem wertvollen Naherholungs- und Naturschutzgebiet entwickelt.

4. Zoll Schmitter-Brücke, 411. Die Strasse überqueren und geradeaus weiterwandern.

5. Under Spitz, 411. Die Route macht eine scharfe Rechtskurve, und entlang dem Diepoldsauer Durchstich geht‘s zurück zum Ausgangspunkt bei der Trambrücke.

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Bilderstrecke: Wanderung 12-2011

Stand der Information: 22. März 2011
In der Zwischenzeit können sich Änderungen (Verfügbarkeit von Parkplätzen, Öffnungszeiten von Restaurants etc.) ergeben haben.



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