Tagblatt Online, 10. Mai 2011 10:20:00
Einzigartiger Tiefblick vom Chapfenberg auf den Walensee
Weesen – Chapfenberg – Gufler – Rittersberg – Biberlichopf – Weesen
Hafen, Weesen (Bild: Marcel Steiner)
Das milde Klima und der Blick auf den Walensee mit den steil ins Wasser abfallenden Bergflanken verleiht Weesen einen südländischen Charme, der mit einigen Palmen in der Hafenanlage noch akzentuiert wird. Die Wanderung führt zu zwei Aussichtspunkten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Natur pur und prächtige Aussicht auf See und Berge auf dem Chapfenberg – Geschichte und Technik auf dem Biberlichopf. Und dazwischen spannende Informationen auf den Tafeln des Geowegs Schänis–Weesen–Amden, wie vor 2 Millionen Jahren die Landschaft entstand, in der wir heute als Wanderer unterwegs sind.Die Wanderung im Überblick
Start und Ziel: Weesen, Bahnhof
Wanderzeit: 3 ½ Stunden
Weglänge: 10,5 km
Gesamtaufstieg: 550 m
Gesamtabstieg: 550 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: In Weesen; Gartenwirtschaft Brändliberg, 055 616 14 35
Parkplätze: Beim Bahnhof Weesen
Öffentlicher Verkehr: Mit den SBB nach Weesen
Kartenmaterial: Landeskarten 1:25 000 Blatt 1133 Linthebene und Blatt 1134 Walensee; Wanderkarte 1:25 000 Blatt 2513 Mittleres Toggenburg/Gasterland
1. Weesen, Bahnhof, 424. Das Bahnhofareal nordwärts Richtung Dorf Weesen und Walensee verlassen. Den Linthkanal überqueren und unmittelbar nach der Brücke rechterhand eine Treppe zum Kanal hinuntersteigen und auf dem Uferweg flussaufwärts wandern.
2. Weesen, Hafen, 423. Beim Wegweiser in der grosszügigen Hafenanlage die Richtung Chapfenberg wählen. Die Route führt am Parkhotel Schwert, dem Restaurant Fischerstube und am Museum vorbei, steigt über mehrere Treppen durch die aussichtsreiche Wohnlage Weesens steil bergan und mündet in den Wald.
3. Hundsiten, 560. Hier rechts abbiegen Richtung Chapfenberg. Die Wanderung verläuft ein Stück weit auf Heidis Geissenweg, einem lustigen Themenpfad für Kinder.
4. Chapfenberg, 545. Der Abstecher auf den Aussichtspunkt lohnt sich, danach bis nach Hundsiten zurückgehen.
3. Hundsiten 560. Richtung Höf/Gufler weiter bergansteigen. Die Route verläuft nicht nur parallel zum Geissenweg, sondern ebenso auf dem Geoweg Schänis–Weesen–Amden.
5. Höf, 575. Rechts halten Richtung Salen/Amden. Beim Weiler Salen geht‘s geradeaus Richtung Gufler weiter.
6. Gufler, 665. Auf der Flurstrasse bleiben und Richtung Tutz/Rittersberg weiterwandern. Nach einem Kilometer ist rechts oben in fünf Gehminuten die Besenbeiz Brändliberg erreichbar.
7. Tutz, 760. Es geht geradeaus Richtung Rittersberg/ Ziegelbrücke weiter.
8. Rittersberg, 785. Der höchste Punkt der Wanderung ist erreicht. Der Abstieg beginnt Richtung Lindenboden/Ziegelbrücke.
9. Lindenboden, 530. Links abbiegen Richtung Biberlichopf. Nach gut 100 Metern bei der nächsten Weggabelung geradeaus Richtung Aussichtspunkt/Röm. Ruine weitergehen.
10. Biberlichopf, 560. Der Biberlichopf liegt 140 Meter über der Linthebene und diente den Römern einst als Wachtposten. Archäologische Ausgrabungen förderten Keramik und Waffen zu Tage. Die Funde konnten auf das zweite Jahrzehnt vor Christus datiert werden. Die Fachleute gehen davon aus, dass der quadratische Steinturm mit neun Metern Seitenlänge Teil einer Sperranlage für den Alpenfeldzug 15 v. Chr. war. Im Ersten Weltkrieg wurde der Biberlichopf als Schützenstellung ausgebaut. Hier manifestiert sich nicht nur Geschichte, sondern ebenso die Moderne: Gleich fünf mächtige Hochspannungsleitungen führen am wuchtigen Fernsehturm vorbei. Die Eisenbahnlinie Zürich–Chur untertunnelt den Biberlichopf, und von der Autobahn dringt der Verkehrslärm empor. In Richtung Rütiloch/Weesen weiterwandern. Der Weg führt vor dem Sendemast rechts zum Wald. Durch den Wald geht‘s in die Linthebene hinunter.
11. Rütiloch, 428. Links halten und Richtung Weesen auf dem gut markierten Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung beim Bahnhof Weesen zurückkehren.
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