Tagblatt Online, 17. Oktober 2011 15:29:00
Lob und Tadel für Olma-Macher
Stösst auf Interesse: die neue Olma-Facebookpage. (Bild: pd)
ST.GALLEN. Olma? Gefällt mir! Das finden bereits über 13'700 Personen, die Fans der offiziellen Facebook-Seite der Messe sind. Nebst viel Lob von Besuchern und Beiträgen der Messemacher findet sich auch Kritik an Begleiterscheinungen der Olma.
Daniel Walt
«Lönd mer denn no es paar Brodwürscht! Ich chume morn.» Das ist der Eintrag eines Olma-Fans auf der offiziellen Facebook-Fanpage der Messe. Und bei weitem nicht der einzige: Über 13'700 Personen haben bereits den «Gefällt mir»-Button der Site angeklickt. Viele von ihnen teilen ihre eigenen Eindrücke mit, verfolgen, was andere Olma-Freunde posten und welche Neuigkeiten die Messemacher verbreiten.«Wollten uns in den Wind hinausstellen»
Facebook gibt es schon seit Jahren – die Olma-Fanpage jedoch wurde erst auf diese Messe hin ins Leben gerufen. Alexander Fürer, Mitinhaber der Olma-Werbeagentur Tachezy Kleger Fürer: «Sowohl die Olma-Verantwortlichen als auch wir fanden den Zeitpunkt richtig, um diesen Kanal zu nutzen.» Damit soll laut Fürer signalisiert werden, dass die Traditionsmesse im digitalen Hier und Jetzt angekommen ist. Dem Entscheid voran ging eine Analyse möglicher Nachteile. Denn auf Facebook besteht die Gefahr negativer Kommentare seitens der User. Alexander Fürer: «Wir wollten uns aber bewusst in den Wind hinausstellen.» Sehr rau ist dieser allerdings nicht. Es finden sich zwar durchaus Einträge wie «enttüscht vo dr Olma», «zu viele Menschen» oder Kritik am Tropfensystem, welches den Einlass in die Hallen 4 und 5 beschränkt. Der Grundtenor ist aber positiv. So lobt ein Besucher die Präsentation «100 Jahre Obstbau» und liefert das entsprechende Bild gleich mit. Und eine Frau kommentiert Bilder des Olma-Umzugs so: «Wir waren dabei, es war einfach schön».
Interviews und Porträts
Im Vorfeld der Messe betrieben die Verantwortlichen einen beträchtlichen Aufwand, um das Konzept für den Facebook-Auftritt der Olma zu erstellen. Seit Messebeginn investieren sie täglich rund eine bis zwei Stunden in dessen Umsetzung: Sie schalten Interviews oder Porträts von Olma-Beteiligten auf, die sonst nicht so sehr im Rampenlicht stehen. So erfahren die Olma-Freunde etwa von einem Polizisten, welche Frage die Ordnungshüter an der Messe am meisten zu hören bekommen. Und eine Bäuerin verrät, welches ihr prägendstes Olma-Erlebnis war. Am meisten positive Resonanz löste bisher aber - wen wundert's? - ein Videobeitrag über das Säulirennen aus: Mit «Vogellisi» wurde eins der Tiere mit einer Kleinkamera ausgestattet – der User erlebt das Rennen für einmal aus einer echt tierischen Perspektive.
http://www.facebook.com/#!/OLMASG
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