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Tagblatt Online, 27. Februar 2004, 00:30 Uhr

Wechsel bei denLista-Veteranen

Erster Spatenstich nach der Revision des Bürgler Zonenplans

ERLEN. Direkt nach seiner Pensionierung hatte der Amriswiler Karl Züllig einst die Präsidentschaft der Lista-Veteranenvereinigung übernommen. Kurz nach seinem 80. Geburtstag hat erjetzt das Zepter an seinen Nachfolger, Otto Peter, weitergegeben. «Es waren glückliche Jahre inder Gemeinschaft ehemaligerArbeitskolleginnen und Arbeitskollegen», erinnerte sich Karl Züllig beinahe wehmütig, als anlässlich der Jahresversammlung der Abschied aus dem Vorstand der Vereinigung nahte.

MARINA WINDER

ERLEN. Direkt nach seiner Pensionierung hatte der Amriswiler Karl Züllig einst die Präsidentschaft der Lista-Veteranenvereinigung übernommen. Kurz nach seinem 80. Geburtstag hat erjetzt das Zepter an seinen Nachfolger, Otto Peter, weitergegeben. «Es waren glückliche Jahre inder Gemeinschaft ehemaligerArbeitskolleginnen und Arbeitskollegen», erinnerte sich Karl Züllig beinahe wehmütig, als anlässlich der Jahresversammlung der Abschied aus dem Vorstand der Vereinigung nahte.

Bei seiner Pensionierung auf die Übernahme der Präsidentschaft angesprochen, sei er so-fort für diese Aufgabe bereit gewesen. Begabt als umsichtiger Organisator, habe er das Vereinsschiff auf gutem Kurs gehalten und zuverlässig die jährlichen Anlässe vorbereitet, bestätigen sowohl sein langjähriger Vorstandskollege Hermann Vetter als auch die dankbaren Mitglieder, von denen gegen 60 zurhistorischen Jahresversammlung erschienen waren.Neben den ordentlichen Traktanden erwartete die Ehemaligen, von denen ein grosser Teil Mitglied der Veteranenvereinigung ist, ein opulentes Nachtessen. Zuvor aber erinnerte sich der scheidende Präsident in einem humorvollen Jahresbericht an die vergangenen 15 Jahre, in denen er sich bemüht habe, sowohl die zwei Jahresreisen, als auch die üblichen Zusammenkünfte möglichst abwechslungsreich zu gestalten.Einstimmig wählte die Jahresversammlung dann Otto Peter, einen Vertreter der jüngeren Pensioniertengeneration, zum neuen Präsidenten. Als erste Amtshandlung dankte dieser seinem Vorgänger mit Blumen und Geschenken für seinen langjähri-gen Einsatz im Dienste der Lista-Veteranen. (de.)

Eine neue Ära eingeläutet

BÜRGLEN. Beatrice Marasco und Roberto Facchi bauenein Einfamilienhaus. Dem Spatenstich am vergangenen Mittwoch wohnten auchGemeindevertreter bei.

Mit den Bauarbeiten hatten die Arbeiter bereits in den Morgenstunden begonnen. So war am Nachmittag ein kräftiges Stimmorgan erforderlich, um gegen das Dröhnen des Baggers eine Chance zu haben. Gemeindeammann Armin Eugster sprach vor der versammelten Bauherrschaft mit sichtlicher Genugtuung von einem «besonderen Tag».

Begründete Ausnahme

Für die Bauherrschaft ist derSpatenstich immer ein grosses Ereignis. Allerdings nehmen Behördenmitglieder und Medienvertreter normalerweise nicht daran teil, zumal es sich bei dem geplanten Bau in Bürglen um kein öffentliches Gebäude handelt. Grund für ihre Anwesen-heit in diesem Fall war die Tatsache, dass dieser Spatenstich der erste nach der Zonenplanänderung in Bürglen war.

Grundlage geschaffen

Die Bauparzelle Facchi/Marasco befindet sich im GebietFoorwis an der Säntisstrasse.Das Gebiet Foorwis galt vorher als Landwirtschaftszone; imneuen Zonenplan ist Foorwis Wohnzone. «Mit der Zonenplanrevision haben wir die Grundlage für eine gesunde Entwicklunggeschaffen», erklärte der Bürgler Gemeindeammann. Bauherrin Beatrice Marasco hat keinenbesonderen Bezug zu Bürglen. Sie habe dieses Bauland in der Gemeinde gewählt, weil sie die Grösse Bürglens als «gesund»erachte. Ausserdem finde sie es schön, dass man sich hier noch grüsse, wenn man sich auf der Strasse begegnet. Bereits eine Woche später soll auch im Türliacker mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das GebietTürliacker wurde ebenfalls neu zur Wohnzone umgezont.

Alle im gleichen Kuvert

Sechs Parteien verpackten gemeinsam Werbematerial für Grossratswahlen

SULGEN. Der Kampf hat begonnen: Kopf an Kopf, Schulter an Schulter ringen die politischen Parteien um die Sitze im Grossen Rat des Kantons Thurgau. Einbesonderer Anblick bot sich am Mittwochabend im Auholzsaal: Für einmal arbeiteten die Parteien des Bezirks Bischofszell Hand in Hand, die spitzen Ellenbogen friedlich am eigenen Körper. Leere Kartonschachteln stapelten sich an den Wänden, die Klebstreifen der Kuverts häuften sich am Boden. Die politischen Parteien engagierten sich im praktischen Wahlkampf. CVP, EVP, FDP, GP, SP und SVP verpackten gemeinsam das Wahlmaterial für die Grossratswahlen. Jede Partei stellte sieben bis zehn Helfer bereit. Insgesamt wurden 13 990 Kuverts mit den verschiedenen Prospekten versehen und für den Versand vorbereitet.Jede Partei legte je einen Wahlprospekt mit dem Höchstformat A4 bei. Das Werbematerial war von den Parteien in der nötigen Auflage verpackungsbereit beim Auholzsaal angeliefert worden.

Die Gesamtkosten werdenvon den beteiligten sechs Parteien zu gleichen Teilen übernommen, unabhängig von Format und Gewicht ihres Werbematerials. Im Jahr 2000 lagen dieKosten pro Partei bei rund 1300 Franken. (mw)

2960 Kilometer für 2060 Mahlzeiten

Bürglen. Nicht zuletzt dank grosszügiger Spenden ist der Mahlzeitendienst Bürglen-Istighofen finanziellgut gebettet.

Mit Applaus wurden Liselott Hut und Doris Kreis an der Jahreszusammenkunft des Mahlzeitendienstes Bürglen-Istighofen als neue Mitarbeiterinnen aufgenommen. Mit einem Moment der Stille gedachten die Anwesenden im Restaurant Krone der im letzten Jahr verstorbenen Bezüger des MZD und der ehemaligen Mitfahrerin Rita Brägger.

Zuverlässig und unfallfrei

Doris Böhi erwähnte in ihrem Jahresrückblick einige erfreuliche Zahlen: Die 13 Fahrteams legten, teilweise bei prekären Wetter- und Strassenverhältnissen, total 2960 Kilometer zuverlässig und unfallfrei mit ihren Privatautos zurück. Dabei verteilten sie 2060 Mahlzeiten. Zur Erfassung des Arbeitsaufwandes wurde vom Roten Kreuz ein umfangreiches Formular kreiert, auf dem die gefahrenen Strecken und der Zeitaufwand eingetragen werden müssen.Seit 1998 werden die Mahlzeiten beim Alters- und Pflegeheim Sulgen bezogen. Das Essen findet sehr guten Anklang, und die Bezüger schätzen den abwechslungsreichen Speiseplan. Als Folge gestiegener Lohn- und Lebensmittelkosten muss ab März 2004 leider ein Preisaufschlagakzeptiert werden. Der neue Preis pro gelieferte Mahlzeit beträgt 10.50 Franken.

Erfreuliche Spenden

Der Kassabericht wurde erstmals von der neuen Kassierin Doris Kreis per Computer erstellt. Nach acht Jahren perfek-ter Kassenführung gab Katalin Läubli ihr Amt im August 2003 ab. Doris Kreis hat die Kassenarbeit übernommen und die Rechnung nahtlos weitergeführt. Erfreulich viele Spenden konnten 2003 verbucht werden. Grössere Beiträge vom Missionsbasar (3500 Franken), der Pro Senectute und der Gemeinde Bürglen sowie Trauer- und anderen Spenden ergaben einen Gesamtbetrag von 6636 Franken. Das Eigenkapital beträgt damit 14558 Franken. Die Rechnung wurde von der Versammlung genehmigt.

Wichtige Begegnungen

Armin Eugster lobte den grossen Einsatz des Mahlzeitendienstes. Es sei wichtig für die betagten und kranken Menschen, dass es Institutionen wie den MZD und die Spitex in der Gemeinde gibt. Die kurzen Begegnungen, sei es beim Verteilen der Mahlzeiten oder bei der Pflegearbeit der Spitex, sind Gelegenheiten für einen Gedankenaustausch mit den Mahlzeitenempfängern, für die Nachfrage über das Wohlbefinden, das Tagesgeschehen und vieles mehr. (pd)



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