Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 7. August 2012, 10:12 Uhr

SNB hält für mehr als 400 Milliarden Franken Devisen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zur Verteidigung ihrer Wechselkursuntergrenze auch im Juli in grösserem Stil am Markt intervenieren müssen. Zoom

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zur Verteidigung ihrer Wechselkursuntergrenze auch im Juli in grösserem Stil am Markt intervenieren müssen. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Auch im Juli musste die Schweizerische Nationalbank (SNB) zur Verteidigung ihrer Wechselkursuntergrenze in grösserem Stil am Markt intervenieren. Der Wert der internationalen Währungsreserven ist um 41,4 Milliarden Franken gestiegen.


Peter A. Fischer

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zur Verteidigung ihrer Wechselkursuntergrenze auch im Juli in grösserem Stil am Markt intervenieren müssen. Wie aus den am Dienstagmorgen veröffentlichten Statistiken für den Internationalen Währungsfonds (IMF) hervorgeht, hat die SNB Ende Juli erstmals für über 400 Mrd. Fr. internationale Währungsreserven in ihren Büchern gehalten; mit insgesamt 406,5 Mrd. Fr. hat ihr Wert gegenüber Ende Juni um 41,4 Mrd. Fr. zugenommen.

Leicht abnehmende Intensität

Der Netto-Anstieg der Währungsreserven ist wohl zum grössten Teil auf Käufe von Euro zurückzuführen, welche die Nationalbank im Prinzip unbegrenzt tätigt, wenn der Euro-Kurs unter die Schwelle von Fr. 1.20 zu gleiten droht. Bei ihren Interventionen achtet die SNB allerdings darauf, ihre Anlagen währungsmässig so weit möglich zu diversifizieren. Gemessen an den Vormonaten hat die Höhe der notwendigen Interventionen im Juli leicht abgenommen. Kaufte die SNB im Juli netto für 41,4 Mrd. Fr. Devisen, so waren es im Mai noch 59,1 Mrd. Fr. und im April 68,4 Mrd. Fr. gewesen. Insgesamt hat die Nationalbank in diesen drei Monaten für etwas mehr als 3% der jährlichen Wirtschaftsleistung der Schweiz (BIP) Devisen gekauft und ihre Währungsreserven so um gut zwei Drittel erhöht.

Internationaler Spitzenreiter

Zählt man auch die zu Marktpreisen bewerteten Goldbestände hinzu, so hatten die internationalen Reserven der Nationalbank Ende Juli einen Wert von 467,4 Mrd. Fr., was gut vier Fünftel des letztjährigen BIP entspricht. Im internationalen Vergleich gehört das Land damit in die absolute Spitzenliga und wird nur noch von den ebenfalls geografisch kleinen, aber wichtigen Finanzplätzen Hongkong und Singapur übertroffen. In absoluten Beträgen dürften derzeit nur noch die Zentralbanken von China, Japan und Russland mehr internationale Reserven halten als die SNB.



Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren.



Leser-Kommentare:
1 Beitrag
adolfk31 (07. August 2012, 16:35)
Und Alles

wertloses Papiergeld, mit dem man demnächst nicht einmal mehr einen Kaugummi kaufen kam .....

Beitrag kommentieren

Morgen in der
Mehr als ein Rennen
Sechstagerennen Vor 60 Jahren gab die Sängerin Lys Assia den Startschuss für das erste Sechstagerennen im Zürcher Hallenstadion. Ein Blick zurück - und nach vorne.
Spardruck auch in der Schule
Schulsozialarbeit Dass es sie braucht, wird kaum bestritten. Aber knappe Finanzen bedrohen den Ausbau.
Die Komik des Alltäglichen
Kulturpreis Der St.Galler Kabarettist Joachim Rittmeyer wird nach 40 Jahren auf der Bühne in seiner Heimat geehrt.
Die Ostschweiz kann's auch süss
Dessertwein Warum immer Portwein oder Sauternes? Auch hiesige Winzer keltern erfolgreich Süssweine.

Anzeige:

Gewinnspiel Tippen Sie mit

Tippen & Gewinnen

Ostschweizer Trauerportal

teaser-ROS-trauer

tagblatt.ch / leserbilder

leserbilder.jpg