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Tagblatt Online, 18. Juli 2012, 08:55 Uhr

Weiteres Projekt für Neat-Lift

Die Porta Alpina in der Neat-Baustelle in Sedrun könnte bald für touristische Zwecke genutzt werden. Zoom

Die Porta Alpina in der Neat-Baustelle in Sedrun könnte bald für touristische Zwecke genutzt werden. (Bild: NZZ/Christoph Ruckstuhl)

Die weitere Nutzung des Sedruner Zugangsstollens Porta Alpina regt die Phantasie zweier Investorengruppen an. Die beiden legen unterschiedliche Konzepte vor.


Die Porta Alpina, die Haltestelle mitten im Neat-Tunnel, ist tot. Doch die weitere Nutzung des Sedruner Zugangsstollens samt Lift regt die Phantasie von Investoren an. Schon seit mehreren Jahren plant eine Gruppe um den Basler PR-Unternehmer Manfred Messmer, den Stollen nach Inbetriebnahme des Tunnels zu touristischen Zwecken zu nutzen. Die seinerzeit in frommer Hoffnung auf die Porta Alpina ausgebrochenen Wartehallen in 800 Metern Tiefe sollen demnach als Ausstellungsräume gestaltet werden. Messmer denkt an «Installationen, die den Geist des Neat-Bauwerks atmen». Die Investitionssumme schätzt er auf 50 bis 100 Millionen Franken.

Nun zeigt auch eine private Gruppe um den Zuger Standortentwickler René Rieder Interesse an der touristischen Verwertung des Stollens. Dabei geht es alleine um die Nutzung des Lifts ohne weitere Installationen. Ziel der Gruppe sei es, erklärt Rieder, die längste Liftschachtfahrt der Welt erlebbar zu machen. Entsprechend geringer fällt mit geschätzten 24 Millionen Franken die Höhe der Investitionen aus. Diese seien aber bereits gesichert. Bis Ende Jahr will die Gruppe um Rieder ein funktionierendes Konzept auf die Beine stellen.

Nicht beteiligt ist bis jetzt Samih Sawiris' Firma Orascom, die nicht nur das Ferienresort in Andermatt baut, sondern auch die Aktienmehrheit bei den Bergbahnen in Andermatt und Sedrun übernehmen sowie in Sedrun ein Hotel bauen will. Orascom-Verwaltungsrat Franz Egle hält aber fest, dass alle Initiativen unterstützt würden, welche die Attraktivität der Region am Oberalp- und am Gotthardpass erhöhen.

Noch offen ist das weitere Vorgehen: Der Kanton Graubünden und die Gemeinde Tujetsch (Sedrun) haben sich mit den SBB im Grundsatz über die weitere Nutzung des Neat-Stollens geeinigt (NZZ 2. 7. 12); zu klären sind einzig noch Details. Eine Vereinbarung soll noch dieses Jahr unterzeichnet werden. Dann wird es am Kanton Graubünden und an der Standortgemeinde liegen, das weitere Vorgehen festzulegen. Manfred Messmer geht davon aus, dass die Rahmenbedingungen fixiert werden und danach eine Ausschreibung erfolgt.



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Leser-Kommentare:
2 Beiträge
unangan (18. Juli 2012, 16:29)
@adolfk31

na..dann... Adolk31
wenn`s nicht ein Liftkostenloch wäre, würde ich Deine "Lachparade" ins Tagebuch schreiben. Doch leider... wir Beiden sehen wohl den Lift, der wohl Aufwärts fährt... aber ins grosse finanzielle Loch abwärts saust... grins.

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adolfk31 (18. Juli 2012, 10:15)
Super !

Stellt den "Alpenlift" unseren ausländischen Gästen zur Benutzung und einem vom VCS gerecht geprüften „Notfall Läitärli“ Verfügung. Mit dem Billet Verkauf wird das „Schweizerische Rote Kreuz“ beauftragt, damit keine finanziellen Überraschungen zu erwarten sind. Das leer stehende Zubringer SBB Geleis wird mit antiken Speisewagen bestückt, in denen ausschliesslich unverschnittene schweizerische Qualitäts Weine zu erschwinglichen Preisen angeboten werden dürfen gogen …. Der Pharma- Industrie wird notgedrungen lediglich beim Eingang eine befristete Verkaufsstelle für „Kopf- und andere Wehwechen“ unterdrückende Pülvärli erlaubt.

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