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Tagblatt Online, 18. Juli 2012, 07:56 Uhr

Tunesiens Präsident will Schweizer Ben-Ali-Guthaben zurückholen

Herzlicher Empfang Marzoukis durch Frankreichs Präsident Hollande. Zoom

Herzlicher Empfang Marzoukis durch Frankreichs Präsident Hollande. (Bild: Keystone / EPA)

Anlässlich eines Besuches in Paris bekräftigte der tunesische Präsident Marzouki seinen Willen, die auf Schweizer Banken blockierten Gelder des gestürzten Ben Ali zurückzuholen.


((sda/afp))

Der tunesische Präsident Moncef Marzouki will alle auf Schweizer Konten liegenden Guthaben des Ex-Präsidenten Ben Ali zurückholen. Dies erklärte er am Dienstag nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris.

Hollande versicherte seinem Gast die Unterstützung Frankreichs beim Wiedererlangen der vom Ben-Ali-Clan ins Ausland geschafften Vermögenswerte. Dem seit Anfang 2011 im saudiarabischen Exil lebenden Ex-Präsidenten versprach Marzouki bei einer Rückkehr in die Heimat einen gerechten Prozess und die physische Unversehrtheit.

Der frühere starke Mann Tunesiens hatte sich kürzlich nach Angaben seines libanesischen Anwaltes bereit erklärt, zugunsten seiner Heimat auf allfällige Vermögenswerte in der Schweiz zu verzichten.

In einem Schreiben an das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten seien die Schweizer Behörden «unwiderruflich autorisiert» worden, dem tunesischen Staat etwaige Guthaben und Mittel zu überweisen.

Der Anwalt geht jedoch davon aus, dass Ben Ali über keinerlei Vermögenswerte in der Schweiz verfügt, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. In der Schweiz sind tunesische Guthaben in der Höhe von rund 60 Millionen Franken blockiert.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
adolfk31 (18. Juli 2012, 03:41)
Zuerst müssen jedoch ....

die sogenannten Flüchtlinge kostenpflichtig wieder in Ihrer angestammten Heimat angesiedelt werden !

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