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Tagblatt Online, 5. Juli 2012, 17:42 Uhr

Olympia-Kandidatur ist teurer als gedacht

Kosten von 60 statt 36 Millionen

Jü. Im Jahr 2022 sollen sie stattfinden: die Olympischen Winterspiele in Graubünden. Bis dahin ist es noch ein langer Weg – und teurer als bisher kommuniziert wird er auch. Der Verein Graubünden 2022, der bisher das Budget alleine für die Kandidatur auf 36 Millionen schätzte, hat nochmals nachgerechnet.


Jü. Im Jahr 2022 sollen sie stattfinden: die Olympischen Winterspiele in Graubünden. Bis dahin ist es noch ein langer Weg – und teurer als bisher kommuniziert wird er auch. Der Verein Graubünden 2022, der bisher das Budget alleine für die Kandidatur auf 36 Millionen schätzte, hat nochmals nachgerechnet.

Kandidatur ist positiv für die Region

Neu gehen die Verantwortlichen von einem Kandidaturbudget von 60 Millionen Franken aus. Dies sei nun «eine Vollkostenrechnung», schreibt das Organisationskomitee in einer Mitteilung. Dass es für Stimmbürger nicht alleine aufs Budget ankommt, davon ist Christian Gartmann, Medienverantwortlicher von Graubünden 2022, überzeugt: «Durch die Kandidatur entstehen so viele positive Effekte für die Region – ich bin zuversichtlich, dass wir die Bündner überzeugen können.» Zudem werde die Hälfte der Kosten für die Kandidatur vom Bund getragen, Kanton und Gemeinde müssten nur rund einen Viertel, rund 15 Millionen Franken, tragen. Der Rest soll über Sponsoring finanziert werden. Der «Gold»-Sponsor hat offenbar schon angebissen, es dürfte eine Grossbank sein, die sich mit 2,5 Millionen Franken engagieren wird.

Für die Durchführung der Spiele kalkuliert der Verein Kosten von 2,8 Milliarden Franken. Bei geschätzten Einnahmen von 1,5 Milliarden bestehe damit zurzeit eine Deckungslücke von 1,3 Milliarden Franken. 250 Millionen Franken für die Sicherheit sind darin nicht enthalten – für diese würde die öffentliche Hand aufkommen müssen.



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Leser-Kommentare:
2 Beiträge
ResZaugg (06. Juli 2012, 08:33)
Abbruch!!!

Wenn schon im Vorfeld der Übung die Kosten derart explodieren, was kann man denn in der Umsetzung erwarten. EXPO2002 lässt grüssen.

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deich (05. Juli 2012, 19:04)
Effekte

Diese olympische Winterübung kann abgebrochen werden. Die beiden vorgesehenen Destinationen boomen bereits heute im Übermass. Was für "positive Effekte" (Gartmann) sind da noch zu erwarten, ausser einem weiteren Ausufern der alpinen Siedlungsgebiete? Was machen wir eigentlich mit unseren schönen Alpengegenden? Sind wir überhaupt noch bei Sinnen?

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