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Tagblatt Online, 17. Juni 2012, 10:50 Uhr

Initiative der Grünen bereit zur Einreichung

Ginge es nach der Grünen Partei, dann würde das AKW Beznau bald vom Netz gehen. Zoom

Ginge es nach der Grünen Partei, dann würde das AKW Beznau bald vom Netz gehen. (Bild: Imago)

Nach etwas mehr als einem Jahr hat die Grüne Partei die nötigen Unterschriften für ihre Atomausstiegsinitiative bereits gesammelt. Einreichen will die Partei die Volksinitiative im Herbst, nachdem der Bundesrat seine Vorschläge zum Atomausstieg präsentiert hat.


(sda)

Nach etwas mehr als einem Jahr hat die Grüne Partei die nötigen Unterschriften für ihre Atomausstiegsinitiative bereits gesammelt. Einreichen will die Partei die Volksinitiative im Herbst, nachdem der Bundesrat seine Vorschläge zum Atomausstieg präsentiert hat.

«So bestimmen wir die parlamentarische Debatte mit», sagte der Grüne Nationalrat Bastien Girod (ZH) im Interview mit der «SonntagsZeitung» zur Verzögerung der Einreichung. Nach seinen Angaben sind bisher 120'000 Unterschriften zusammengekommen. Nötig sind 100'000.

Die Grüne Partei hatte die Initiative nach der Atomkatastrophe in Japan im vergangenen Wahljahr lanciert. Die Sammelfrist läuft am 17. November 2012 ab. Bundesrat und Parlament sprachen sich in der Zwischenzeit ebenfalls für den Atomausstieg und die Energiewende aus.

Doch aus Sicht der Grünen sind den Ankündigungen bisher zu wenig Taten gefolgt. Bis heute sei noch nichts passiert, sagte Girod. «Es gibt noch nicht einmal ein verbindliches Ausstiegsdatum.»

Die Initiative fordert – nebst dem Verbot von AKW – konkrete Abschaltzeitpunkte für die verbliebenen Reaktoren. Beznau I als ältestes AKW soll ein Jahr nach Annahme der Initiative heruntergefahren werden; die übrigen vier nach 45 Jahren Betriebsdauer.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
Willi1937 (17. Juni 2012, 13:10)
Zerstörung der Schweiz

Das Dümmste was der Schweiz passieren könnte wäre der Beschluss zum Verbot von AKW. Das würde eine Zerstörung der Landschaft, des Klimas und der Wirtschaft bedeuten und 100 – 150 Milliarden kosten. Am einfachsten das Ziel der Linken und Grünen zu erreichen ist das Verbot von neuen AKW. Bundesrat und die Mehrheit vom Parlament befürworten eine absolute Auslandabhängigkeit mit nicht gesicherten Stromimporten und Gaskraftwerken. Obwohl neue AKW der 3. Generation umweltfreundlicher, versorgunssicherer und preisgünstiger als alle erneuerbaren Energien sind, wollen die meisten Parlamentarier nichts von dieser Technik wissen. Informationen über die Sicherheit für Menschen und Umwelt sowie der grösseren Wirtschaftlichkeit der dritten Generation der AKW müssen der Bevölkerung vorenthalten werden. Grosse Eingriffe in die Natur und das Klima durch den Atomausstieg sollen durch die Abschaffung von Einsprache Rechten ermöglicht werden. Schade für die heute so gut funktionierende Schweiz.

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