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Appenzeller Zeitung: 18. Juni 2012, 13:26 Uhr , aktualisiert: 18. Juni 2012, 14:50 Uhr

Sprengung am Gotthard erfolgreich

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Die Sprengung am Gotthard verlief erfolgreich. (Bild: Keystone / Urs Flueeler)

Nach dem Felssturz Anfang Juni sind aus Sicherheitsgründen am Gotthard rund 2500 Kubikmeter Gestein erfolgreich weggesprengt worden. Sowohl die Bahnstrecke als auch die Kantonsstrasse wurden zwischenzeitlich gesperrt.


Rund 2500 Kubikmeter Gestein sind aus Sicherheitsgründen am Montagmittag pünktlich um 12 Uhr 30 am Gotthard bei Gurtnellen im Kanton Uri weggesprengt worden. Der Chefgeologe der SBB, Marc Hauser, zeigt sich im Gespräch mit dem Schweizer Fernsehen sehr zufrieden. Bis sich der Fels wieder ganz beruhigt habe, könne es aber noch bis zu 24 Stunden gehen, sagt er.

Mittlerweile erkunden Geologen das Gebiet mit Helikoptern. Was genau analysiert wird, steht noch aus. Für die Sprengung wurden 300 Kilogramm Sprengstoff aufgewendet; 24 grössere und 35 kleinere Löcher wurden in den Fels gebohrt.

Verkehrssituation hat sich beruhigt

Rund um den betroffenen Fels wurde ein Sicherheitsradius von mehr als 300 Metern eingeplant. Die Kantonsstrasse sowie die A 2 wurden während der Sprengung gesperrt. Es fiel kein Gestein auf die Autobahn. Laut dem Schweizer Fernsehen hat sich die Situation auf der Strasse bereits kurz nach der Sprengung aber wieder normalisiert. Die Urner Polizei habe die Autobahn um 12 Uhr 49 wieder freigegeben. Auch die Kantonsstrasse sei wieder freigegeben.

Wie stabil der Hang nach der Sprengung ist, ist derzeit noch unklar. Es wird aber damit gerechnet, dass mit den Aufräumarbeiten bald begonnen werden kann. Baumaterial und grössere Maschinen dürften zeitlich herangeschaftt werden.

An den Vorbereitungsarbeiten waren zwei Dutzend Mann im Zweischichtbetrieb beteiligt. Am Sonntagmittag waren alle Vorbereitungen getroffen.

Ab dem 2. Juli Strecke wieder befahrbar

Die SBB-Strecke soll ab dem 2. Juli wieder befahrbar sein. Es wird sich voraussichtlich um einen Güterzug handeln, da der Güterverkehr am meisten unter dem Verkehrsunterbruch gelitten hat.

Am 5. Juni stürzten bei Gurtnellen 2000 bis 3000 Kubikmeter Fels ins Tal und verschütteten die Bahnlinie. Ein Arbeiter kam ums Leben. Wegen der akuten Felssturzgefahr konnten noch keine Aufräumarbeiten durchgeführt werden. Die Bahnlinie ist unterbrochen.



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