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Tagblatt Online, 7. August 2012, 08:21 Uhr

Schwere Überschwemmungen auf den Philippinen

Bis zur Hüfte reicht das Wasser in Rizal, östlich von Manila. Zoom

Bis zur Hüfte reicht das Wasser in Rizal, östlich von Manila. (Bild: Keystone / AP)

Die Philippinen kommen nicht zur Ruhe: Nachdem Taifun «Saola» vergangene Woche über 40 Menschenleben gefordert hatte, hat nun schwerer Monsunregen Teile der Millionenmetropole Manila und nördliche Provinzen unter Wasser gesetzt.


(sda)

Schwerer Monsunregen hat Teile der philippinischen Millionenmetropole Manila und nördliche Provinzen unter Wasser gesetzt. Hunderte Einwohner sassen in der Hauptstadt auf ihren Dächern fest und flehten verzweifelt um Hilfe. Mindestens 20’000 Menschen mussten nach Behördenangaben vom Dienstag vor den Fluten aus ihren Häusern fliehen.

«Schickt uns Hilfe, ich mache mir grosse Sorgen», sagte Charlie Mullon vom Handy aus gegenüber einem Fernsehsender. «Die Strömung ist sehr stark.» Er hatte sich nach eigenen Angaben zusammen mit 20 anderen Leuten, darunter vier Kinder, auf das Dach seines Hauses im Stadtteil Quezon gerettet.

Schulen, Finanzmärkte und die meisten Regierungsbehörden in weiten Teilen der 15-Millionen-Metropole blieben geschlossen, weil zahlreiche Strassen wegen des Hochwassers unpassierbar waren. Teilweise stand das Wasser schulterhoch. In Teilen der Stadt wurde der Strom abgestellt, weil das Wasser in Umspannwerke eindrang.

Lage für Rettungskräfte zu gefährlich

Eine Sprecherin des Katastrophenschutzes teilte mit, es gebe zahlreiche Hilferufe gestrandeter Bewohner, doch sei die Lage für die Rettungskräfte zu gefährlich, um einzuschreiten: «Die Strömung ist so stark, dass wir unsere Schlauchboote festbinden müssen, damit sie nicht mitgerissen werden.» Hunderte Menschen waren auf die Dächer geflohen und warteten auf Hilfe.

Erst vergangene Woche hatte der Taifun «Saola» Teile Manilas und einige Provinzen mit schwerem Regen unter Wasser gesetzt. Der Sturm hatte Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen. Mehr als 40 Menschen kamen dabei ums Leben.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
adolfk31 (07. August 2012, 08:30)
Alter Hut ....

Das erleben wir doch seid Jahrzehnten jährlich und die Einwohner haben sich daran gewöhnt !

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