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Tagblatt Online, 6. Juli 2012, 07:45 Uhr

60 Liter in Trogen, 48 Liter in Gais

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Gewitterwolken ziehen unablässig über die Schweiz. (Bild: Keystone)

Am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag sind erneut Gewitter mit starken Niederschlägen auf Teile der Schweiz niedergegangen. Damit bleibt die Hochwassersituation nach wie vor angespannt.


Im Kanton Basel-Land gingen bis um 2 Uhr am Freitagmorgen 40 Notrufe wegen überschwemmten Räumen ein, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Betroffen waren vor allem Gemeinden im Oberen Baselbiet. In Giebenbach BL trat der Violenbach über die Ufer und sorgte für Schäden an Wohnhäusern.

In Arisdorf kam es zu Problemen auf der A2, wo grosse Wassermengen auf die Fahrbahn liefen. Auch andere Landesteile waren betroffen: Am Donnerstagabend waren auch das Simplongebiet und in der Nacht die Westschweiz mit grossen Niederschlagsmengen eingedeckt worden.

Eine weitere Gewitter- und Niederschlagsfront zog am frühen Freitagmorgen über das Mittelland. Danach es kam es auf den Autobahnen rund um die Stadt Bern wegen den grossen Wassermengen zu Behinderungen.

Schon am Donnerstagabend hatte eine Gewitterfront die Schweiz überquert. Gemäss Angaben des Wetterdienstes Meteomedia zog das Gewitter vom Berner Oberland via Emmental in den Kanton Zürich. Im Napfgebiet fielen 43 Liter Wasser pro Quadratmeter. Später setzten Gewitter mit Hagel und Starkregen Teile des Kantons Appenzell-Ausserrhoden unter Wasser. In Trogen fielen 60 Liter Wasser. Dies entspreche mehr als einem Drittel der Monatsmenge, teilte SF Meteo mit. Hart getroffen wurde auch das in der Nähe gelegene Gais mit 48 Litern.

Im Verlaufe des Freitags werden weitere kräftige gewittrige Regenfälle erwartet, tagsüber im Süden, nachmittags und abends in der Zentral- und der Ostschweiz. Über das Wochenende wird es zwar etwas ruhiger, doch eine Stabilisierung ist nicht in Sicht. Bis Mitte Juli gebe es jeden Tag in der Schweiz ein Gewitter, prognostiziert Meteomedia. (sda)

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