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Tagblatt Online, 17. Juli 2012, 16:44 Uhr

Putin verspricht volle Unterstützung für Annans Friedensplan

Der russische Präsident Putin hat dem internationalen Syrien-Beauftragten Annan seine Unterstützung für dessen Friedensplan zugesichert.


(sda/afp/dpa/dapd)

Im Syrien-Konflikt will Russland nach den Worten seines Präsidenten Wladimir Putin «alles» zur Unterstützung des Friedensplans von Uno und Arabischer Liga tun. Dies sagte Putin zu Beginn seines Treffens mit dem internationalen Syrien-Beauftragten Kofi Annan am Dienstag im Kreml in Moskau.

Der von Uno und Arabischer Liga mandatierte ehemalige Uno-Generalsekretär Annan sagte, die «syrische Krise» befinde sich an einem kritischen Punkt.

Annan kommt Moskau entgegen

Russland blockiert zusammen mit China bisher eine schlagkräftige Resolution des Uno-Sicherheitsrats gegen die syrische Regierung von Präsident Bashar al-Asad. Das Gremium soll am Freitag die Verlängerung einer Mission von rund 300 Uno-Beobachtern des Konflikts in Syrien beschliessen.

Der russische Aussenminister Sergei Lawrow hatte dem Westen am Montag «Erpressung» beim Bemühen um eine Resolution des Sicherheitsrats vorgeworfen. Nach seinen Angaben steht die Drohung im Raum, eine Verlängerung des Mandats für die Beobachtermission zu verhindern, sollte Russland die Androhung von Sanktionen gegen Syrien nicht unterstützen.

Im Bemühen um eine Lösung des Konflikts hatte Annan zuvor nach Angaben aus Moskau Russlands Wunsch nach einer Verlängerung der Beobachtermission unterstützt. Annan habe dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen in Moskau zugestimmt, dass die Uno-Beobachter eine wichtige und konstruktive Rolle spielen. Das sagte der russische Vizeaussenminister Gennadi Gatilow nach Angaben der Agentur Interfax. Annan hatte am Vorabend mit Lawrow gesprochen.

China signalisiert Ablehnung

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon reiste unterdessen nach China. Dort wollte er am Mittwoch mit Präsident Hu Jintao zusammentreffen. Es wurde erwartet, dass der Konflikt in Syrien im Mittelpunkt des Gesprächs stehen würde.

China hat es bisher abgelehnt, den Druck auf den syrischen Präsidenten Asad zu erhöhen, um ihn zum Rücktritt zu zwingen. Die staatliche Zeitung «Renmin Ribao» lehnte in einem Kommentar am Dienstag jeglichen Einsatz von Gewalt gegen Syrien ab und forderte eine politische Lösung. Dies könnte ein Hinweis dafür sein, dass China am Mittwoch im Uno-Sicherheitsrat erneut - wie bisher auch Russland - gegen eine geplante Syrien-Resolution stimmen wird.



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Leser-Kommentare:
4 Beiträge
unangan (18. Juli 2012, 18:27)
@adolfk31

na dann..... hier in der Region von Syrien, Lybien, Ägypthen, Irak, Iran, um nur einie Krisenherde zu nennen, geht es schicht und einfach nicht um "Religion".
Oder????... sind machtpolitisch Ressourcenregionen die neueste "Religion"..???
Religionsgemeinschaften waren, und sind besonders Heute, die Interessenvertreter der wirtschaftlichen Interessen.
War schon zu Zeiten der Christianisierung so.... und noch bedeudender in der wachsenden Industralierung, mit immmer kanpper werdenden Rohstoffen.
Also.... kein Halleluja singen, doch mit viel politischer Feinfühligkeit, den Einsatz vonn Waffen verhindern.
Leider ist der Westen, und im Besonderen, die USA als miliärischer "Hauddegen" an einer diplomatischen Lösung nicht interessiert.
Zumal bis auf "Weiteres". Denn x welche Grossmachtsucht endete iimmer in einem Fiasko.
Zumindest lehrt dies die Geschichte.

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adolfk31 (18. Juli 2012, 09:37)
Mit Sicherheit !

Hat sich keine Religion alleine mit "Halleluja singen" verbreiten können !

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unangan (17. Juli 2012, 18:45)
@adolfk31

Deine Frage ist berechtigt. Doch.. was ist eine menschengerechte Lösung die mit "Gewehrkugeln" eine neue Ordnung erzwingen wollen ?... Soll dieser Umsturzversuch menschengerecht bezeichnet werden ?.
Wir im Westen... nicht Alle.... doch in den Medien verbreitet, glauben an eine besssere und menschenwürdigere Lösung durch die militanten Rebellen.
Ich behaupte:,.. weit gefehlt mit dem Rebellensstarrsinn, der mit militanter Gewalt an die Macht will.
Warum wird immer nur der "Herrschende" als "kriminiell" dargestellt..???..

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adolfk31 (17. Juli 2012, 16:55)
Wer glaubt überhaupt noch ....

an eine menschengerechte Lösung dieses noch verbliebenen christianisierten Mischgebietes ?

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