Direkte Links und Access Keys:

Appenzeller Zeitung, 16. Juli 2012, 08:02 Uhr

Proteste gegen neue Sparmassnahmen

Zoom

Ein empörter Feuerwehrmann am Montagabend bei Protesten in Madrid umringt von Polizisten. (Bild: Keystone / AP)

Tausende Menschen haben in Madrid gegen die neuen geplanten Sparmassnahmen der Regierung demonstriert. Unter den Protestierenden waren zahlreiche Polizisten, Feuerwehrleute in Uniform, Lehrer und andere Staatsangestellte.


(sda/afp)

Aus Protest gegen die neuen Sparpläne der Regierung sind am Sonntagabend Tausende Menschen in Madrid spontan auf die Strasse gegangen. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Polizisten, Feuerwehrleute in Uniform, Lehrer und andere Staatsbedienstete.

Zu der Spontan-Demonstration wurde über soziale Netzwerke und SMS aufgerufen. Die Demonstranten versammelten sich vor der Zentrale der konservativen Regierungspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy und zogen zu dem bekannten Platz Puerta del Sol im Stadtzentrum und von dort vor das Parlament.

«Seit zwei Jahren nehmen sie uns unseren Lohn weg», sagte ein demonstrierender Polizist. Am Freitag hatte das Kabinett ein neues Massnahmenpaket beschlossen, mit dem die Regierung den Staatshaushalt bis Ende 2014 um 65 Milliarden Euro entlasten will.

Unter anderem sollen die Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent angehoben, das Weihnachtsgeld für Staatsbedienstete gestrichen und die Arbeitslosenhilfe gekürzt werden. Für kommenden Donnerstag haben die wichtigsten Gewerkschaften des Landes landesweit zu Demonstrationen gegen die Sparmassnahmen aufgerufen.



Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren.



unangan (16. Juli 2012, 17:33)
"Tausende Menschen haben in Madrid gegen die neuen geplanten Sparmassnahmen der Regierung...

Leider..... hat die europäische "Politklasse" die "schlummernde Bombe" nicht erkannt, oder sie, die Politiker hoffen auf ein Wunder.... (ohne grins)
Was Heute in vielen Staaten in Europa "abläuft" ist vergleichbar mit den Jahren 1930.. und..und...
Leider ist es eine Frage der Zeit, bis ein "Führer" die Massen der Unzufriedenen mobilisiert.... und dann... ist Europa der Einheit, aufgespalten und im "Kriegszustand".
Schwarzmalerei..???...
Ich hoffe ich sehe zu "Schwarz"... Doch die Anzeichen sind beängstigend....!!!..

Beitrag kommentieren

Morgen in der
Die Kunst des Wanderns
Wanderbücher Zu Fuss erwandert und aufwendig recherchiert, von Hand geschrieben, gezeichnet und gemalt – so sind die Wanderbücher des Kesswilers Hannes Stricker.
Und dann entschied Lausanne
Landsgemeinde Vor 25 Jahren verweigerten die Innerrhoder Männer ihren Frauen letztmals das Stimmrecht.
Noch viel Platz in der Ostschweiz
Verdichten Mit mehr Verdichtung könnten in der Ostschweiz 240'000 Menschen zusätzlich wohnen.
Rechnen und lesen in der Brauerei
Umfunktionieren Eine Privatschule zieht in das ehemalige Gasthaus Brauerei Stocken in St.Gallen ein.

Anzeige:

Ostschweizer Trauerportal

tagblatt.ch / leserbilder