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Tagblatt Online, 28. Juni 2012, 15:37 Uhr

Friedliche Wahl in der Mongolei

In der Mongolei haben Parlamentswahlen stattgefunden. Erste Hochrechnungen werden am Abend erwartet.


(sda/dpa)

In der Hoffnung auf eine bessere Verteilung des Reichtums aus den Bodenschätzen ihrer Heimat haben die Mongolen am Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Nach einem friedlichen Wahltag schlossen die Wahllokale am Abend.

Erste Hochrechnungen wurden am Abend erwartet. Die Abstimmung war ein Votum über den weiteren Kurs des rohstoffreichen Landes. Ausländische Investitionen im Bergbaubereich haben die Wirtschaft stark wachsen lassen, doch profitieren nur wenige von dem Rohstoffreichtum.

Verteilung der Einnahmen

Jeder Dritte lebt in Armut. Auch ist die Inflation hoch. Wichtigste Themen waren somit die gerechte Verteilung der Bergbaueinnahmen des Landes.

«Die Wahl ist wichtig. Es geht um unsere Zukunft», sagte die 28-jährige Uyanga Uranbileg vor einem Wahllokal in der Hauptstadt Ulan Bator. «Wir können jetzt selbst etwas verändern», sagte sie in Anspielung auf die sozialistische Zeit bis Anfang der neunziger Jahre, als das Land von einer Einheitspartei geführt wurde.

Aus ihr war die heutige mongolische Volkspartei (MVP) hervorgegangen, die sich seither demokratisiert hat. Sie war zuletzt unter Führung des Premierministers Sukhbaatar Batbold an der Regierung.

Opposition laut Umfragen vorn

Nicht repräsentative Umfragen sahen die Demokraten (DP) vorn. Bei ihnen ist Präsident Tsakhia Elbegdorj politisch beheimatet. Einige Beobachter erwarteten auch ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden grossen Parteien. Eine Neuauflage ihrer grossen Koalition war ebenso möglich wie ein Bündnis des Siegers mit einer kleineren Partei.

Als sicher galt der Einzug der Revolutionären Volkspartei, einer Splitterpartei der regierenden Volkspartei (MVP). Ihr Führer, der ehemalige Präsident Nambaryn Enkhbayar, war im April aber unter Korruptionsvorwürfen verhaftet worden und darf nicht antreten.



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