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Appenzeller Zeitung, 7. August 2012, 01:34 Uhr

GastWirtschaft

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Peter Maag ist Direktor der Industrie- und Handelskammer Thurgau. (Bild: © Susann Basler (© Susann Basler))


Den Unternehmergeist wecken

Vier von fünf Studierenden aus Unternehmerfamilien in der Schweiz möchten nicht ins elterliche Unternehmen eintreten. Dies hat eine Studie des Center for Family Business der Universität St. Gallen (HSG) und dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young ergeben. Die meisten Unternehmerkinder streben demnach eine Karriere als Angestellte an. Dies wird von den Autoren als alarmierendes Zeichen für die schweizerischen Familienunternehmen gewertet.

In der Tat überrascht die geringe Bereitschaft. Denn in der Regel dürfte es einfacher sein, ein bestehendes Unternehmen mit einem Kundenstamm zu übernehmen, als ein eigenes zu gründen und Kunden neu zu gewinnen. Überraschend ist auch der Befund, dass sich nur in seltenen Fällen eine wirkliche intensive Beschäftigung mit einer möglichen Unternehmensnachfolge findet. Gehen uns die Unternehmerinnen und Unternehmer aus?

In Zusammenarbeit mit der Ernst Schmidheiny Stiftung bieten zahlreiche Handelskammern in der Schweiz Wirtschaftswochen in den Kantonsschulen an, unter ihnen auch die IHK Thurgau. Die Kantonsschulen Frauenfeld, Kreuzlingen und Romanshorn machen von diesem Angebot Gebrauch. Es handelt sich um ein computergestütztes Unternehmensspiel, bei dem die Jugendlichen in die Rolle von Unternehmensleitungen schlüpfen.

Die Wirtschaftswochen bringen die Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler in Kontakt mit Kaderleuten aus Unternehmen. Lernende, die mit Feuereifer dabei sind, entwickeln im Laufe der Woche eine gehörige Portion Unternehmergeist. Selbstverständlich braucht es neben den Wirtschaftswochen weitere Initiativen zur Förderung des Unternehmertums. Unserem Nachwuchs stehen heute sehr, sehr viele Möglichkeiten offen. Wir sollten dafür sorgen, dass der unternehmerische Weg wieder vermehrt als attraktive Möglichkeit in Betracht gezogen wird.



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