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NZZ Online, 14. Juli 2012, 09:03 Uhr

Romney holt die Vergangenheit ein

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Hatte keine guten Worte für seinen politischen Gegner übrig. Mitt Romney bei einer Rede in Ohio. (Bild: Keystone / ap)

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA verschärft sich. Die Demokraten greifen den republikanischen Kandidaten Mitt Romney wegen seiner Vergangenheit als Investor frontal an. Dieser versucht zu beruhigen.

(sda/afp)

Die Demokraten um Präsident Barack Obama werfen dessen Herausforderer Romney vor, über seine Vergangenheit als Investor nicht die Wahrheit gesagt zu haben. So habe er länger als bisher bekannt bei seiner Investmentfirma Bain Capital gearbeitet. Diese gründete Romney 1984.

Romney versucht zu kontern

Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner wehrt sich in verschiedenen Interviews gegen die Angriffe der Demokraten. Nach Februar 1999 habe er «absolut keine Rolle» mehr bei Bain Capital gespielt, sagte Romney am Freitag.

Es gebe einen «Unterschied» zwischen Aktionär und Geschäftsführer des von ihm gegründeten Unternehmens, erklärte er im Fernsehsender CNN. Laut Medienberichten verliess Romney das Unternehmen erst im Jahr 2002 – drei Jahre später, als er öffentlich behauptet hatte.

Damit wäre auch Romney für Entlassungen verantwortlich, welche Bain Capital nach Firmenkäufen in diesem Zeitraum angeordnet hatte.

Geheimniskrämerei um Lohn

Romney weigert sich bis anhin auch, seine Einkünfte vor 2010 offenzulegen und Auskunft über sein Vermögen im Ausland zu geben. Anfang Juli hatte das Magazin «Vanity Fair» berichtet, dass Romney mithilfe von Bain Capital ein auf rund 250 Millionen Dollar geschätztes Vermögen angehäuft haben soll. Allein auf den als Steuerparadies bekannten Caiman-Inseln soll Romney mit rund 30 Millionen an Fonds der Firma beteiligt sein.

Präsident Obama sagte dem Lokalfernsehsender WJLA in Washington während einer Wahlkampftour durch den Gliedstaat Virginia, Romney müsse möglichst schnell alle Fragen beantworten. Romney wolle Präsident werden und «eine der Sachen, die man lernt, ist, dass man verantwortlich ist für seine Handlungen», sagte Obama.





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