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Tagblatt Online, 19. Mai 2012, 20:07 Uhr

Aufstiegsjubel in der Arena, versetzt mit Pfiffen

Zoom

Spieler des FC St.Gallen präsentieren ihren Fans den Aufstiegspokal. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Die Trophäe für den Titel des Challenge-League-Meisters, das Zelebrieren des Aufstiegs und die Verabschiedung verdienter Spieler: Die 1:2-Heimniederlage gegen Aarau stand beim letzten FCSG-Heimspiel der Saison im Hintergrund. Trotzdem gab es ganz zum Schluss gröbere Misstöne - Daniel Lopar und Jeff Saibene wurden ausgepfiffen.

Daniel Walt

Es war alles angerichtet für ein Fussballfest: Bei bestem Wetter konnte der bereits aufgestiegene FC St.Gallen ohne jeglichen Druck zum Heimspiel gegen Aarau antreten. Dass der Match zu einer Kehrauspartie werden würde, war nicht zu erwarten, ging es für die Gäste doch um einiges, notabene um drei weitere Punkte im Kampf um den Barrage-Platz.

Scarione trifft die Latte
Die Aarauer begannen vor 13'140 Zuschauern denn auch  zielstrebiger als das Heimteam. Das Geschehen spielte sich zunächst vorwiegend in der St.Galler Platzhälfte ab. Nach sechs Minuten kamen die Gäste zu ihrem ersten gefährlichen Abschluss – der Ball prallte von einem St.Galler aber noch in Corner. In der 12. Minute dann der erste gefährliche Abschluss durch Stocklasa. Wenige Minuten später setzte Oscar Scarione einen Freistoss an die Latte. Nur wenig später kam der St.Galler Regisseur nochmals aus kurzer Distanz zu einer Chance, er spitzelte den Ball aber knapp am Pfosten vorbei.

Bilderstrecke: FCSG - Aarau

Der FC St.Gallen hat sein letztes Heimspiel gegen Aarau zwar verloren, durfte sich nach dem Aufstieg aber trotzdem feiern lassen. Die Bilder aus der AFG Arena in unserer Galerie. (Bilder: Urs Bucher)


Böser Goaliefehler
Dass der FC St.Gallen nach 23 Minuten in Führung ging, hatte er einem groben Patzer von Aaraus Hüter Joël Mall zu verdanken: Dieser wehrte  einen Eckball von Scarione direkt auf den Kopf von Pa Modou ab, der keine Mühe hatte, die Führung zu erzielen. Nur Minuten später rettete Mall sein Team nach einem Abschluss von Montandon  mit einer Glanzparade vor dem 0:2. Nach 29 Minuten wirbelte Torschütze Pa Modou erneut durch die Gästeabwehr, verpasste aber den entscheidenden Moment für den Abschluss. Die St.Galler dominierten die Partie nun klar, die Pausenführung war verdient: Das Team von Jeff Saibene spielte nach der Sicherung des Aufstiegs sichtlich befreit auf und zeigte mit zunehmender Zeitdauer immer mehr Spielfreude. Die Espen profitierten aber auch davon, dass Aarau ein Gegner war, der nicht mauerte.

Unglücklicher Ausgleich
Die zweiten 45 Minuten begannen mit zwei Aktionen von Oscar Scarione. Zunächst bediente er mit einem schönen Lob Abegglen, dessen Abschluss aber noch abgeblockt werden konnte. Nur wenige Minuten später drückte der Argentinier dann selbst ab, sein Abschluss verfehlte das Ziel aber knapp. Ein erstes Mal grosse Emotionen dann nach 67 Minuten: Der zurücktretende Daniel Imhof verliess unter Standing Ovations den Platz, umringt von seinen Mitspielern – gar Goalie Germano Vailati eilte zu Imhof, um den letzten Meisterspieler aus dem Jahr 2000  bei seinem Abschied aus der AFG Arena gebührend zu verabschieden. Nur Sekunden später und wie aus dem Nichts dann der Ausgleich für die Gäste: Als Eigentorschütze wurde Oscar Scarione angegeben, nachdem Germano Vailati einen Ball hatte abklatschen lassen.

Umjubelter Germano Vailati
In den Folgeminuten übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando und wären nach 72 Minuten um ein Haar zur Führung gekommen, doch der frühere St.Galler David Marazzi zielte aus kurzer Distanz und einem guten Querpass von Schultz viel zu hoch. Aarau drückte in der Folge weiterhin auf den Sieg, während die St.Galler aus ihren Kontermöglichkeiten viel zu wenig machten. Trotzdem war der Jubel der St.Galler Fans gross, als Philipp Muntwiler vor seinem Wechsel zu Luzern ein letztes Mal in der AFG Arena vom Platz ging. Die gute Laune wurde den St.Galler Anhängern zwar für kurze Zeit verdorben, als die Aarauer mit ihrem letzten Angriff in der Nachspielzeit noch zum für sie eminent wichtigen Sieg trafen. Nach Spielschluss feierten die Fans ihr Team dann aber minutenlang frenetisch: speziell den scheidenden Goalie Germano Vailati, aber auch den suspendierten Alberto Regazzoni. Misstöne waren hingegen gellende Pfiffe, die es bei der Präsentation der Aufstiegsmannschaft für Stammgoalie Daniel Lopar und Trainer Jeff Saibene absetzte.

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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
pms (20. Mai 2012, 00:03)
Scariones Eigento? Mit nichten!

Der hat den Ball nicht einmal berührt. Klassischer Goalipatzer - damit hat sich dann wohl auch die Goalientscheidung als richtig erwiesen...

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