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Tagblatt Online, 7. August 2012, 09:13 Uhr

Weniger Betriebe, grössere Flächen

Die Bauern in der Schweiz haben im letzten Jahr mehr Gemüse angepflanzt. Zoom

Die Bauern in der Schweiz haben im letzten Jahr mehr Gemüse angepflanzt. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt)

Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe hat auch im letzten Jahr abgenommen. Eine Trendwende gab es bei den Biobetrieben, deren Zahl erstmals seit 2006 wieder stieg. Die Bauern setzen vermehrt auf Geflügel und Gemüse.


Kontinuierlich geht die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz zurück. Im letzten Jahr sind 1450 Betriebe weniger als im Vorjahr gezählt worden, was gemäss dem Bundesamt für Statistik (BfS) einem Minus von 2,5 Prozent entspricht. Konkret sind 2011 57'600 bewirtschaftete Bauernhöfe mit insgesamt 164'000 Beschäftigten gezählt worden. Zwischen 2000 und 2011 sind 12'900 Betriebe aufgegeben worden, womit die Zahl der bewirtschafteten Bauernhöfe in dieser Zeitspanne um 18 Prozent zurückging.

Grössere Flächen

Parallel zur sinkenden Zahl von Bauernbetrieben nimmt die Grösse der landwirtschaftlichen Nutzflächen pro Betrieb zu. Zwischen 2000 und 2011 ist die durchschnittliche Betriebsgrösse laut BfS von 15,2 Hektaren auf 18,3 Hektaren gewachsen. Vor allem Kleinstbetriebe mit weniger als einer Hektare Land gibt es signifikant weniger, deren Zahl sank innerhalb eines Jahres um 17,9 Prozent. Auf der anderen Seite der Skala stehen Betriebe mit über 50 Hektaren bewirtschafteter Fläche. Hier gab es einen Zuwachs um 5,9 Prozent auf 2079 Betriebe.

Im Gegensatz zum konventionellen Anbau gab es im letzten Jahr bei den Biobetrieben eine Trendumkehr. Der seit 2006 beobachtete Rückgang konnte gestoppt werden, es wurden im Jahr 2011 wieder 98 landwirtschaftliche Betriebe mehr gezählt, die nach den Richtlinien des Biolandbaus arbeiten. Inzwischen ist jeder zehnte Betrieb ein Biobauernhof, es werden 11 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bebaut.

Graubünden als Bio-Kanton

An erster Stelle beim Biolandbau steht der Kanton Graubünden, in dem allein 22 Prozent aller Schweizer Biobetriebe stehen. 56 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Graubünden werden nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet.

Noch immer stehen im Kanton Bern am meisten Bauernbetriebe. Im letzten Jahr waren es 11'713 Höfe, das macht 20,3 Prozent aller Betreibe in der Schweiz. Insofern ist es nicht erstaunlich, dass in Bern auch die Strukturbereinigung am stärksten wirkt. 258 Betriebe (–2,2%) wurden zwischen 2010 und 2011 aufgegeben.

Mehr Gemüse und Geflügel

Dass die Konsumenten vermehrt Geflügelfleisch essen, schlägt sich auch auf der Produzentenseite nieder. Innerhalb eines Jahres nahm die Zahl des Geflügels um 4,9 Prozent auf 9,5 Millionen Stück zu. Laut dem BfS geht die Zunahme vor allem auf das Konto von Mastpoulets. Vermehrt suchen die Landwirte ihr Heil auch im Anbau von Gemüse. Die entsprechende Nutzfläche nahm seit 2000 um 18 Prozent zu. Zwischen 2010 und 2011 betrug die Zunahme 5,8 Prozent. Allerdings macht die entsprechende Fläche lediglich 1 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche aus.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
adolfk31 (06. August 2012, 17:07)
Na, deren Frauen ...

sitzen ja auch nicht mehr am Webstuhl. Moderne Technologie unterstützt erfolgreich die Anpassung an den Weltmarkt. - Diesen Profi gehört die Zukunft !

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